Oscar-Abräumer

„Nomadland“: Großes Kino mit Frances McDormand

Vom Leben gezeichnet: Als moderne Nomadin zieht Frances McDormand durch die USA. Der Amerikanische Traum existiert für sie nur als Mythos.

Von dpa
Fern (Frances McDormand) ist eine moderne Nomadin.
Fern (Frances McDormand) ist eine moderne Nomadin. Joshua James Richards/20th Century Studios/dpa

Berlin - Es war der große Oscargewinner in diesem Jahr: In „Nomadland“ hat die Witwe Fern ihre Habseligkeiten in einem ausgebauten Truck verstaut. Sie ist eine moderne Nomadin, die durch die USA zieht.

Fern, verkörpert von Frances McDormand („Fargo“, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“), ist eine Kämpferin, die sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt. Es ist eine Kehrseite des Amerikanischen Traums, die McDormand und die in China geborene Regisseurin Chloé Zhao trotz bedrückender Realität mit einer berührenden Poesie aufzeigen.

Mit „Nomadland“ schrieb die Regisseurin Filmgeschichte und gewann drei Oscars: für den besten Film, die beste Regie und McDormand als beste Hauptdarstellerin.

Nomadland, USA 2020, 108 Min., FSK o.A., von Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Charlene Swankie, Bob Wells