Weimar zeigt Porträts von Goethes Ehefrau
Weimar (dapd) l Das Goethe-Wohnhaus in Weimar ist um eine Attraktion reicher. In dem berühmten Haus am Frauenplan werden ab sofort zwei seltene Porträts von Goethes Ehefrau Christiane Vulpius (1765-1816) gezeigt. "Bei diesen beiden Stücken handelt es sich um die qualitätsvollsten Christiane-Porträts, die historisch nachweisbar sind", sagte der Leiter der Graphischen Sammlungen, Hermann Mildenberger, gestern bei der Präsentation der Neuerwerbungen in Weimar.
Sie stammen aus der Feder des Malers Johann Friedrich August Tischbein (1750-1812), der die Bildnisse um das Jahr 1795 anfertigte. Die Tischbein-Zeichnungen hätten seit den 1920er Jahren als verschollen gegolten, sagte Mildenberger. Über mehrere Jahrzehnte hinweg seien die Werke Teil der Sammlung des 1856 geborenen Münchner Archäologie-Professors Thomas Stettner gewesen. 1923 fanden sie Erwähnung in einer Monographie des Kunsthistorikers Adolf Stoll.