Wittenberger Musikfestival zum Reformationstag
Wittenberg (epd) l Hauptthema des bis 3. November laufenden Wittenberger Renaissance-Musikfestivals ist die Klangwelt des 15. und 16. Jahrhunderts. Die inzwischen achte Reihe umfasst neben Konzerten eine Instrumenten- und Notenausstellung, mehrere Workshops sowie einen Renaissancetanzball. Das Eröffnungskonzert gestaltete am Sonntag das Ensembles Oni Wytars mit Musikern aus den USA und Europa. Sie spielten unter anderem italienische Volksweisen aus der Renaissance auf alten und exotisch anmutenden Instrumenten.
Das Festival unter dem Motto "Die Kurfürsten Rudolf II. und Friedrich der Weise zu Wittenberg - Musik des Mittelalters bis zur Renaissance" findet vor allem an Originalschauplätzen der Reformation statt. Zugleich soll es auch einen Rahmen für den Reformationstag am 31. Oktober bilden. In Wittenberg ist an dem staatlichen Feiertag traditionell ein großes Fest mit Gottesdiensten unter anderem in der Schlosskirche geplant, an die 1517 der Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen angeschlagen haben soll.
Gründer und künstlerischer Leiter des Renaissance-Festivals, das sich als "Botschafter der Lutherdekade" versteht, ist der Wittenberger Musikpädagoge und Gitarrist Thomas Höhne. Beim Abschlusskonzert am 3. November wird erstmals das 2012 eröffnete Einkaufszentrum "Arsenal" als Festspielort genutzt. Dort präsentieren die Berliner Lautten Compagney und die Wittenberger Hofkapelle englische Tanzmusik des 16. und 17. Jahrhunderts.