Berlin (dpa) - Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat dazu aufgerufen, die Forschung zur Herkunft von Kunstwerken zu stärken.

Deutschland ist vorangekommen, es gibt jetzt mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste einen zentralen Ansprechpartner, erklärte Parzinger laut einer Mitteilung in Berlin. Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände arbeiten gut zusammen. Wir haben exzellente Forscherinnen und Forscher, aber wir haben leider nicht genug von ihnen oder nicht genügend Mittel, um sie zu beschäftigen.

Parzinger war als Redner zu einer Tagung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste geladen. Das Magdeburger Zentrum ist der zentrale Ansprechpartner zu Fragen von NS-Raubgut, fördert die Herkunftsforschung (Provenienzrecherche) und dokumentiert Kunstverluste in der Lost Art-Datenbank.

Parzinger plädierte dafür, die Ausbildung von Provenienzforschern als wichtigen Bestandteil des Studiums der Kunstgeschichte zu etablieren und mehr Geld in die Recherche und internationale Vernetzung zu investieren.

Magdeburger Zentrum

Konferenz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste