Kassel (dpa) - Wegen des künstlichen weißen Rauchs in Kassel zur Eröffnung der documenta 14 in Athen haben am Wochenende besorgte Menschen bei der Feuerwehr angerufen. Sie befürchteten einen Brand im Museum Fridericianum nahe der Innenstadt.

Dabei wird der Rauch dort in einem Turm extra von Generatoren erzeugt und soll noch bis zum Ende der Kunstschau zu sehen sein. Das Ganze ist das Werk "Expiration Movement" des Künstlers Daniel Knorr. Zuvor hatte der Sender Hit Radio FFH darüber berichtet.

Bereits bei einer Generalprobe Anfang April hätten Bürger angerufen, sagt der Kasseler Feuerwehrchef Norbert Schmitz am Montag. Am vergangenen Wochenende habe es dann über 30 Anrufe gegeben. Das Problem: Die Feuerwehr muss jedes Mal prüfen, ob es wirklich brennt. "Wir haben deshalb mittlerweile eine Vereinbarung mit der documenta GmbH", erklärte Schmitz: Die Feuerwehr rufe einen Sicherheitsdienst vor Ort. Nur wenn die Lage unklar sei, schicke man Einsatzkräfte.

Grundsätzlich freut sich die Feuerwehr Schmitz zufolge über die aufmerksamen Anrufer - auch wenn Brandrauch eigentlich schwarz ist und nicht weiß, wie der künstliche documenta-Rauch. "Wir finden es gut, dass die Bürger überhaupt darauf achten", sagte Schmitz.

Die weltweit bedeutende Kunstausstellung documenta ist in Athen bis zum 16. Juli zu sehen. In Kassel, der Geburtsstadt der documenta, beginnt die Werkschau am 10. Juni und dauert bis zum 17. September.

documenta 14