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Freizeit-Tipps in Sachsen-Anhalt 2026 Die meistbesuchten Sehenswürdigkeiten 2025 – und dieser Ort sorgt für den größten Hype

Dampflok zum Brocken, Filmkulisse im Harz oder Weltkulturerbe an Elbe und Saale: Sachsen-Anhalt lockt mit Rekorden. Neue Besucherzahlen zeigen, welche Ausflugsziele 2025 besonders gefragt waren – und wo Familien 2026 unbedingt hin sollten.

Von Jessica Quick Aktualisiert: 27.02.2026, 11:04
Das sind sie, die meistbesuchten Orte in Sachsen-Anhalt 2025. Was fehlt: die Halloren-Erlebniswelt. Ins Schokoladenmuseum und die Pralinen-Werkstatt kamen im vergangenen Jahr 100.000 Besucher. 
Das sind sie, die meistbesuchten Orte in Sachsen-Anhalt 2025. Was fehlt: die Halloren-Erlebniswelt. Ins Schokoladenmuseum und die Pralinen-Werkstatt kamen im vergangenen Jahr 100.000 Besucher.  (Foto: dpa)

Halle (Saale)/Magdeburg. Zwischen Dampflok, Rosenmeer und Filmkulisse: Sachsen-Anhalt hat kulturell so viel zu bieten, dass Besucher sich eine Merkliste oder – neudeutsch – eine Bucketlist schreiben sollten, um nichts zu verpassen. Vielleicht hilft aber auch unsere übersichtliche Grafik. Sie zeigt die Gästezahlen der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von 2025.

Klar, die Kaiser- und Hansestadt Tangermünde an der Elbe oder auch die Baumkuchenfabrik in Salzwedel in der Altmark locken in den Norden des Landes. Dank seiner Welterbestätten punktet aber vor allem der Süden. Ganz vorn fahren jedoch traditionell die Harzer Schmalspurbahnen.

Dampflok schlägt alle: Harzer Schmalspurbahnen

Zwar liegen die endgültigen Zahlen noch nicht vor, doch „wir gehen davon aus, dass in 2025 wieder über 1,1 Millionen Fahrgäste mit unseren Zügen gefahren sind“, sagt Dirk Bahnsen, Leiter der Unternehmenskommunikation. Schon 2024 waren es laut Angaben des Unternehmens 1,14 Millionen.

Die Fahrt auf den Brocken bleibt trotz finanzieller Sorgen also ein Dauerbrenner. Auch weil der Harz noch viel mehr zu bieten hat. Einen Spitzenwert meldet nämlich das Schloss Wernigerode: 281.000 Besucher – so viele wie noch nie seit 1990.

Filmkulisse mit Rekord: Schloss Wernigerode

Geschäftsführer Christian Juranek spricht von einem „neuen Rekord“. Ein Grund sei, dass das Schloss Drehort der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ ist. Juranek nennt es einen „unglaublichen Hype“. Kinder seien so begeistert, die Kulisse zu sehen, sie „reißen ihre Familien mit“. Trotz millionenschweren Umbau kommen die Gäste in Strömen in die Harzstadt und besuchen die Märchenkulisse.

Bergzoo mit großen in Halle

Mit 293.000 Besuchern gilt zudem der Zoo Halle als besondere Touristenattraktion. Auch wenn die Magischen Lichterwelten zuletzt weniger Menschen angezogen hatten als erwartet. Derzeit plant der Zoo eine Festwoche zum 125-jährigen Jubiläum zu Pfingsten. Parallel laufen die Vorbereitungen für das 19,1-Millionen-Euro-Projekt „Bergzoo 2031“ mit neuem Eingang an der Saale.

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Im Schulterschluss mit dem Saaleradweg und einer kostenfreien Kletter- und Erlebniswelt dürften die nächsten Jahre spannend werden. Mit 250.000 Gästen behauptet sich auch der Zoo Magdeburg stabil.

Publikumsmagnet: Elbauenpark Magdeburg

Apropos Magdeburg: Der Elbauenpark bleibt ein Publikumsmagnet. 468.000 Gäste kamen 2025 auf das Areal der einstigen Bundesgartenschau. „Als besucherstärkste Freizeiteinrichtung der Landeshauptstadt wollen wir weiter wachsen“, sagt Geschäftsführer Steffen Schüller.

Ein neuer Rahmenplan sieht unter anderem Adventure-Minigolf, eine Themenspiellandschaft „Ozeanien“ und zusätzliche Kinderattraktionen vor. Rutschenturm, Klettervulkan, Jahrtausendturm und große Festivals sorgen schon jetzt dafür, dass Familien hier problemlos einen ganzen Tag verbringen können. 175.000 touristische Besucher kamen 2025 in den Magdeburger Dom.

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Pressesprecherin Helga Fiek betont: „Und der Dom ist ja mehr als ein Touristenziel, sondern vor allem ein Gotteshaus.“ Nicht eingerechnet sind Domfestspiele und Konzerte. Die eigentliche Reichweite dürfte also höher liegen.

Weltkulturerbe zieht – trotz Diskussionen

Ganz im Süden des Landes zählt der Naumburger Dom 116.292 Besucher und bleibt trotz Querelen um den Welterbestatus damit nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt meldet dagegen einen deutlichen Zuwachs: Mehr als 92.000 Menschen haben die Luthermuseen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld besucht, ein Plus von mehr als 14 Prozent. Sprecher Johannes Killyen blickt voraus: „2026 wird hoffentlich genauso spannend. Da feiern wir 30 Jahre Weltkulturerbe.“

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Architektur-Hype: Bauhaus Dessau

Deutlich zugelegt hat auch das Bauhaus Dessau mit 178.597 Besuchern (2024: 158.000). Architekturgeschichte zieht also weiter – und ganz sicher auch im 100-jährigen Jubiläumsjahr. Mit einigen Überraschungen soll ein Bogen von der Ankunft des Bauhauses in Dessau 1925 bis zur Eröffnung des Bauhausgebäudes am 4. Dezember 1926 geschlagen werden.

Am 28. März eröffnet die Stiftung Bauhaus Dessau Höhepunkte ihres Jubiläumsprogramms mit großem Begleitwochenende. Im Gartenreich Dessau-Wörlitz ist die Zahl der Gäste auf 67.180 gesunken (2024: 74.829). Grund waren unter anderem Bauarbeiten, die Gondelfahrten verzögerten. Dennoch bleibt das Unesco-Ensemble ein Klassiker – vor allem im Frühling.

Rotkäppchen kann punkten, aber auch Wissenschaft wird zum Erlebnis

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle lag 2025 bei 79.554 Besuchern (2024: 90.983). Also auch hier ein kleiner Verlust. Sprecher Oliver Dietrich verweist auf stabile Langfristwerte und kündigt die Sonderausstellung „Die Schamanin“ ab 27. März an.

Und die Himmelsscheibe? Das Besucherzentrum am Fundort, die Arche Nebra, macht es spannend. Zahlen seien erst im März zu erwarten, so eine Sprecherin. Fast 100.000 Gäste zählte dagegen das neugebaute Planetarium in Halle. Ein starkes Signal für Wissenschaftsvermittlung, gerade bei jungen Menschen.

Die Rotkäppchen Erlebniswelt in Freyburg im Burgenlandkreis kommt auf rund 80.000 Gäste, 5.000 mehr als im Vorjahr. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Chefin Wiesner. Ziel seien bis zu 100.000 Besucher.

2026 feiert das Unternehmen 170 Jahre – es geht also prickelnd weiter. Nach unserer Einschätzung dürfte das privatwirtschaftliche Unternehmen „Harzdrenalin“ an der Rappbodetalsperre in der Liste weit oben stehen. Doch die Abenteurer geben grundsätzlich keine Auskunft über ihre Besucherzahlen.

Was fehlt: die Halloren-Erlebniswelt. Ins Schokoladenmuseum und die Pralinen-Werkstatt kamen im vergangenen Jahr 100.000 Besucher.

Fazit: Diese Ausflugsziele sollten Familien 2026 einplanen

Unsere Empfehlung: Wer 2026 mitreden möchte, sollte die Rekordorte nicht verpassen: Schloss Wernigerode mit Film-Flair, eine Dampffahrt im Harz oder das jubilierende Bauhaus in Dessau.

Und auch ein Blick auf die Burg Falkenstein im Harz lohnt sich: Nach einem unerwarteten Mauerabsturz musste sie 2025 komplett schließen – dabei kamen 2024 noch 65.766 Gäste. Die Wiedereröffnung ist für Ende März anvisiert. Für Burgenfans könnte das Comeback einer der spannendsten Termine des Jahres werden.