Impfung gegen Tetanus auffrischen

Mit Beginn der Freiluftsaison erhöht sich vor allem für Kleingärtner auch wieder die Gefahr von Tetanus-Infektionen, warnt Dr. Hanna Oppermann von Sachsen-Anhalts Arbeitskreis Impfen. "Die Erreger der früher als Wundstarrkrampf bezeichneten Erkrankung befinden sich überall in der freien Natur, vorwiegend in der Erde und im Staub", erinnert sie.

Über winzige Verletzungen können sie unter die Haut gelangen und dort ein Gift produzieren, das weiter in den Körper eindringt. "Ist dieser ungeschützt, kann es zu der schweren Infektionserkrankung Tetanus kommen. Sie führt zu starken Muskelkrämpfen. Die Behandlung ist sehr schwierig und langwierig. Ein Medikament gegen diese Krankheit gibt es nicht, aber eine Schutzimpfung", so die Expertin.

Für Ältere besonders wichtig

Kinder im Vorschulalter sind gegen Tetanus zu 95 Prozent immun, jedoch hält die Grundimmunisierung nicht ein Leben lang. Um einen sicheren Schutz gegen Tetanus zu erzielen, empfiehlt die Ständige Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut für Kinder und Jugendliche zwei Auffrischimpfungen und für Erwachsene alle zehn Jahre eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, erläutert Dr. Oppermann.

Besonders wichtig ist ein aktueller Impfschutz gegen Tetanus für ältere Menschen, die gern im Garten tätig sind. Erwachsenen wird eine kombinierte Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und einmalig gegen Keuchhusten empfohlen. Normalerweise wird im Impfausweis dokumentiert, wann welche Impfung erfolgte. Ist die letzte Tetanusimpfung aber nicht mehr nachweisbar, sollte nicht auf eine Auffrischung verzichtet werden. Von zusätzlichen Impfungen bei bestehendem Impfschutz geht kein besonderes Risiko aus.(cbi)