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Crashsensor nötig? Wohnmobil während der Fahrt heizen

An der Skipiste campen: Wer im Winter im Wohnmobil Urlaub macht, mag es vielleicht schon bei der Ankunft warm haben. Was dafür wichtig ist und was man beim Wintercamping noch zum Gas wissen muss.

Von dpa 27.01.2026, 10:03
Flüssiggas sorgt im Wohnmobil für Wärme und Energie: Bei Temperaturen zwischen minus fünf und plus fünf Grad reicht eine elf Kilogramm Gasflasche etwa drei bis fünf Tage.
Flüssiggas sorgt im Wohnmobil für Wärme und Energie: Bei Temperaturen zwischen minus fünf und plus fünf Grad reicht eine elf Kilogramm Gasflasche etwa drei bis fünf Tage. Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Berlin - Für Heizung, Herd, Kühlschrank: In den meisten Wohnmobilen und Wohnwagen sorgt Flüssiggas für die nötige Energie. Wer nun im Winter mit seinem Gefährt in die Berge oder ans Meer zum Campen fährt, will vielleicht schon während der Fahrt hinten die Heizung laufenlassen, damit es bei der Ankunft auch im Wohnbereich angenehm warm ist.

Das ist an sich kein Problem, es braucht nur Sicherungsvorrichtungen an der Anlage: einen Crashsensor und oft auch eine Schlauchbruchsicherung. Darauf weist Markus Lau vom Deutschen Verband Flüssiggas hin. 

Lau erklärt: „Der Crashsensor verhindert, dass bei einem Unfall unkontrolliert Gas austritt.“ Die Schlauchbruchsicherung wiederum stoppe bei einem Leck an der Schlauchleitung den Gasfluss. Eine neuere Lösung sind laut dem Fachmann Crashsensoren, die direkt an der Gasflasche angeschlossen werden – hier sei dann keine zusätzliche Schlauchbruchsicherung nötig.

Generell gilt für Heizungen und andere Geräte, die mit Flüssiggas laufen: Sie dürfen im Freien betrieben werden. Steht das Wohnmobil in einem Parkhaus oder in einer Garage ist die Nutzung tabu. Wichtig für die Urlaubsfahrt: Dem Verband zufolge gilt das auch während des Tankens.

Gut zu wissen: Hat das Wohnmobil statt Flüssiggas oder als Ergänzung dazu eine Dieselheizung? Diese kann problemlos auch während der Fahrt genutzt werden - sie ist grundsätzlich dafür ausgelegt.

Faustregel für den Flaschenvorrat

Zurück zum Flüssiggas: Gerade Einsteiger stellen sich die Frage, wie viel Gasvorrat sie beim Wintercampen brauchen. Faktoren wie das persönliche Kälteempfinden und die Dämmung des Fahrzeugs spielen dabei eine Rolle. Eine Faustregel nennt der Verband dennoch: Werden Heizung, Kocher, Warmwasserboiler und Kühlschrank bei winterlichen Temperaturen zwischen minus fünf und plus fünf Grad Celsius betrieben, hält eine elf Kilogramm fassende Gasflasche demnach etwa drei bis fünf Tage.

Praktisch: Hat man ein System mit Umschaltautomatik, schaltet das automatisch auf die Reserveflasche um, wenn die Betriebsflasche leer wird. Das sei gerade nachts von Vorteil, so Lau. Denn sonst geht womöglich die Heizung plötzlich aus und man muss in der Kälte schlaftrunken Flaschen wechseln.

Damit die Wasserleitungen nicht einfrieren

Übrigens: Auch wenn man tagsüber auf der Skipiste, in der Loipe oder auf langen Spaziergängen unterwegs ist, sollte man die Heizung im Camper nicht ganz ausschalten. Sonst könne das Wasser in den Leitungen gefrieren – dann drohen dem Fachmann zufolge geplatzte Leitungen, aber auch Schäden an Ventilen und Armaturen. Frostwächter an der Wasseranlage können hier zusätzlichen Schutz bringen.