Vaterstetten (dpa) - Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul sieht die Olympia-Vorbereitung durch seine Ellbogen-Operation nicht gefährdet.

"Ich habe jetzt den ersten Check nach sechs Wochen gehabt, das ist alles sehr gut verheilt soweit", sagte der 22 Jahre alte Mainzer in einem ZDF-Interview am Rande der deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten. "Ich darf jetzt langsam wieder anfangen zu sprinten und auch zu springen, werfen wird noch bisschen dauern. Aber damit ist die Olympia-Vorbereitung auf gar keinen Fall in Gefahr."

Kaul war im Juli wegen eines Seitenband-Risses im Wurfarm operiert worden und hatte die ohnehin kurze Corona-Saison der Leichtathleten abgebrochen. Deutschlands "Sportler des Jahres" sagte mit Blick auf die auf 2021 verschobenen Sommerspiele von Tokio: "Die Freude überwiegt und natürlich auch die Hoffnung, dass Olympia stattfinden kann - vielleicht auch ohne Zuschauer. Damit rechne ich momentan fest." Kaul hatte sich bei der WM 2019 in Doha mit 8691 Punkten zum jüngsten Zehnkampf-Weltmeister der Geschichte gekürt.

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