Doha (dpa) - Der polnische Hammerwerfer Wojciech Nowicki hat nachträglich auch noch eine Bronzemedaille bei der Leichtathletik-WM in Doha zuerkannt bekommen. Dies teilte der Weltverband IAAF mit.

Das polnische Team hatte Berufung gegen die Gültigkeit des ersten Versuchs des drittplatzierten Ungarn Bence Halasz auf 78,18 Meter wegen Übertretens eingelegt.

Eine Videoanalyse bestätigte, dass Bronzegewinner Halasz mit einem Fuß außerhalb des Hammerwurf-Rings gewesen war, so dass der Versuch eigentlich nicht hätte zählen dürfen. Nowicki erhielt nachträglich Bronze, weil sein bester Versuch 77,69 Meter weit war und somit eigentlich der drittbeste Versuch der Konkurrenz.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit Fairplay. Halasz sei durch die Diskussion um die Gültigkeit nach seinem ersten Versuch bei den weiteren Würfen beeinflusst worden, von denen vier ungültig waren und einer bei 73,76 Metern landete.

Den vierten Weltmeistertitel in Serie sicherte sich der Pole Pawel Fajdek mit 80,50 Metern vor Quentin Bigot aus Frankreich, der 78,19 Meter weit warf. Ein deutscher Werfer war nicht am Start.

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