Doha (dpa) - In der Hitzeschlacht über 50-Kilometer-Gehen ist der deutsche Geher Carl Dohmann bei der Leichtathletik-WM in Doha Siebter geworden.

In 4:10:22 Stunden kam der 29 Jahre alte Athlet vom SCL Heel Baden-Baden nach dem Nacht-Rennen bei 31 Grad Celsius und 75 Prozent Luftfeuchtigkeit ins Ziel. Der deutsche Meister Jonathan Hilbert von der LG Ohra erreichte nach 4:30:43 Stunden den 23. Platz. Nicht beenden konnte Nathaniel Seiler (TV Bühltal) den Geher-"Marathon".

Dohmann war bei der WM 2017 in London auf den 9. Platz gekommen. "Ich bin total glücklich", sagte er nach der Tortur auf dem zwei Kilometer langen Rundkurs. "Als Siebter habe ich nun bessere Karten für die Olympia-Qualifikation." Im Vergleich mit der WM-Zeit von vor zwei Jahren war er 25 Minuten langsamer. "Dass man mit 4:10 Stunden unter die Top Acht kommt, hätte keine Sau erwartet", meinte Dohmann, dessen Puls im Rennen zum Teil auf "astronomische Höhe" schnellte.

"Es war eine Grenzerfahrung und eine extreme Herausforderung", meinte der 24-jährige Polizist Hilbert. "Das war hart, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wird es härter." Idriss Gonschinska, Generaldirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, zollte vor allem Dohmann seinen Respekt: "Das war eine fantastische Leistung."

Den ersten WM-Titel über 50 Kilometer gewann Yusuke Suzuki für Japan in 4:04:20 Stunden vor Joao Vieira aus Portugal (4:04:59) und dem Kanadier Evan Dunfee (4:05:02). Der französische Titelverteidiger Yohann Diniz gab frühzeitig auf. Insgesamt kamen von den 46 Startern 28 ins Ziel.

Weltmeisterin bei den Frauen wurde die Chinesin Liang Rui in 4:23:26 Stunden vor ihrer Landsfrau Li Maocuo (4:26:40) und Eleonora Anna Giorgio (4:29:13). Deutsche Teilnehmerinnen waren in dem gemeinsamen Rennen mit den Männern nicht dabei.

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