Oschersleben l Im Juni des vergangenen Jahres eröffnete das Magdeburger Familienhaus in Oschersleben einen Standort. Mit dem Elternfrühstück hat sich die Einrichtung bereits einen Namen gemacht. Für das neue Jahr sind weitere Angebote geplant. Neben einem Krabbel- und Spieltreff möchte das Familienhaus seinen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen, vor allem von Frauen und Müttern, leisten und dafür ein Frühstück „International“ für Mütter ins Leben rufen. „Ein irisches Sprichwort sagt: ‚Die Fremde ist eine Freundin, die man nur noch nicht kennt‘. Dieses Sprichwort soll zu unserem Leitgedanken für das internationale Frühstück werden. Unser Angebot richtet sich an Frauen verschiedener Kulturkreise, vor allem jedoch Mütter aus Flüchtlingsfamilien wollen wir ansprechen“, erklärt Marina Wölk von der Geschäftsführung des Familienhauses.

In angenehmer Atmosphäre sollen in der wöchentlichen Frühstücksrunde pädagogische wie gesellschaftliche Fragen ganz „multikulti“ besprochen werden. „Hinzu kommen die klassischen Frauenthemen, die insbesondere Frauen aus arabischen Herkunftsländern oftmals nur unzureichend an anderer Stelle besprechen können. Das setzt voraus, dass unser Frühstückstreffen tatsächlich nur für Frauen zugänglich ist“, weiß Marina Wölk weiter zu berichten.

Miteinander ins Gespräch kommen

Das Frühstück für Mütter solle von Nicole Schneider geleitet werden. Sie spricht Englisch und Französisch. Doch zugleich setzt die pädagogische Fachkraft auf andere Flüchtlingsfrauen, die schon länger in Deutschland sind und bei der Übersetzung helfen können. Ziel solle es jedoch sein, dass die Gespräche in deutscher Sprache stattfinden.

Frühstück international heißt eben auch, dass die Flüchtlingsfrauen mit Frauen hier vor Ort ins Gespräch kommen. So lernen sie am besten die Gewohnheiten und Entwicklungen in Sachen Erziehung und Emanzipation in ihrer neuen Heimat kennen. Auf diesem Wege könne gerade den Müttern die Integration in Deutschland erleichtert werden. „Wir denken und wir wünschen uns, dass zwischen den Müttern aus den verschiedenen Ländern Netzwerke entstehen, man sich gegenseitig hilft und unterstützt und Alltagskompetenzen gesteigert werden. Das hat aus unserer Sicht Auswirkungen auf die gesamte Familie, auf die Entwicklung der Kinder“, ist sich Marina Wölk sicher. Andererseits weiß sie, dass die Flüchtlingsfrauen und Mütter mit vielen Kompetenzen und auch Berufsabschlüssen hierher kommen und ihre Chancen nutzen wollen.

Es soll Exkursionen geben wie beispielsweise Besuche von Kitas oder Behörden. Mit dem Frühstück „International“ für Mütter möchte das Familienhaus in Oschersleben seinen Beitrag für die Integration von Flüchtlingsfamilien in der Region leisten.

Im März soll das Frühstück starten. Um das Projekt finanziell absichern zu können, hofft das Familienhaus Börde auf eine Unterstützung aus der Aktion „Volksstimme Leser helfen!“

Mehr Informationen finden Sie unter www.volksstimme.de/leser-helfen