Hamburg (dpa) - Sie tritt mehr und mehr aus dem Schatten ihrer berühmten Schwester Miley - dabei hat Noah Cyrus lange Jahre stark unter deren Ruhm gelitten.

Als Miley Cyrus (28) durch die Disney-Serie "Hannah Montana" berühmt wurde, rückte auch Noah plötzlich ins ungewollte Zentrum der Öffentlichkeit.

"Es war so stressig, Bilder von mir online zu sehen, Dinge über mich im Internet zu lesen, von denen ich einfach annahm, dass sie wahr sein müssen", sagte sie "The Telegraph". In einer Instagram-Live-Session fasste sie es einmal kurz und knapp zusammen: "Es war einfach unerträglich."

Ihre Erfahrungen, in einer berühmten Familie aufzuwachsen, mit Miley Cyrus als größerer Schwester und Country-Star Billy Ray Cyrus als Vater, hat sie auch in ihrer Musik verarbeitet. Ihre erste EP "Good Cry" (2018) erzählt von der schwierigen Zeit des Erwachsenwerdens.

In Konkurrenz stehen Miley und Noah aber nicht: In der Piano-Ballade "I Got So High That I Saw Jesus" singen die beiden - mit Nashville-Einschlag - im Duett. Darin hallen auch Noahs Erfahrungen mit Marihuana nach, was ihr "Momente der Erleuchtung" bescherte, wie sie auf Apple Music sagt.

Mit Ihrer Schwester zieht Noah Cyrus jetzt sogar gleich: Die junge Sängerin ist erstmals in ihrer Karriere ebenfalls für einen Grammy nominiert. Sie geht in der Kategorie "Best New Artist" Mitte März in das Trophäen-Rennen.

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