London (dpa) - Teile des Trauerschmucks der britischen Königin Victoria (1819-1901) werden demnächst in London versteigert. Unter den Hammer kommen am 24. März Perlenknöpfe, Broschen und Anhänger, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilt.

Die Stücke, die sich bislang im Familienbesitz befanden, hätten der Queen nach dem Tod ihrer Mutter und drei ihrer neun Kinder Trost gespendet. Victoria, Ururgroßmutter der amtierenden Königin Elizabeth II, war bekannt für ihre Trauerkleidung. Seit dem Tod ihres Gatten Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1861 trug sie jeden Tag schwarz.

Der Schmuck sei sehr "biographisch", sagte Sotheby's-Experte David Macdonald der Nachrichtenagentur PA. "Wenn man an Victoria denkt, hat man die Kronjuwelen vor Augen, die Diamanten, den Koh-i-Noor, all diese Steine. Diese Schmuckstücke aber sind viel intimer, ihr Wert bemisst sich nicht durch große Diamanten." Die Objekte werden auf je 1000 bis 3000 Pfund (1140 bis 3430 Euro) geschätzt. Der Wert liege vielmehr in einem "emotionalen, zutiefst persönlichen Ausdruck über Verlust und Liebe".

Der Trauerschmuck gehört zu einer Kollektion der 2017 gestorbenen Patricia Knatchbull, ebenfalls eine Ururenkelin von Queen Victoria. Die Schmuckstücke seien erst bei der Vorbereitung der Auktion entdeckt worden, sagte Macdonald. Bei einem der Objekte handelt es sich um einen Achat- und Diamantanhänger, der von Prinz Albert nach dem Tod von Victorias Mutter in Auftrag gegeben wurde. Darin befinden sich eine Locke sowie ein Miniatur-Porträt der Mutter.

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