Diese Refinanzierung sei auch für die Stadt finanziell von Vorteil: „Sowohl das einst gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 300 000 Euro sowie der Altschuldenkredit von 4,5 Millionen konnten vollständig beglichen werden“, betonte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). Auch alle anderen Gläubiger und Banken seien in Millionenhöhe entsprechend bedient worden.

„Ein Schritt nach vorn“

Jetzt, nach der Strukturanpassung, der Neuaufstellung des Mitarbeiterteams und einer Optimierung der Prozesse könne die Wobau wieder aktiv am gesellschaftlichen und gewerblichen Leben in der Stadt teilnehmen. „Wir können mit der Wobau wieder städtebaulich rechnen. Das ist ein großer Schritt nach vorn“, sagte Rehbaum. Denn laut Hirling gehe es „kontinuierlich aufwärts“. Dies belege auch die Tatsache, dass in diesem Jahr 40 Wohnungen mehr vermietet werden konnten als gekündigt wurden. „Etwa 90 Wohnungen wurden 2015 saniert.“ Zielstellung bleibe bis 2018 eine Vermietungsquote von 95 Prozent.

„Einer der Modernisierungsschwerpunkte soll der Komplex Markt/Breiter Weg/Bruchstraße sein, um das im Stadtzentrum gelegene Areal im Hinblick auf die Landesgartenschau (Laga) 2018 zu entwickeln. Diese Modernisierungsoffensive wird sich in den nächsten Jahren auch positiv auf die Stadtentwicklung, regionale Wirtschaft und das örtliche Handwerk auswirken“, sagte der Geschäftsführer.

Allerdings wird sich das Unternehmen auch von einem Teil ihres Bestandes trennen und andererseits neue Immobilien ankaufen, die die vorhandenen Wohnungen strategisch ergänzen. „Wir werden kleinere Häuser veräußern“, kündigte Hirling an.

Die Wohnungsbaugesellschaft Burg verfügt über rund 1.500 Wohnungen. Die Gesellschaft besteht seit 1991 und verfügt derzeit über 14 Mitarbeiter. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat die Stadt 90 Prozent ihrer Anteile an Frank Hirling, ein Investor, der über Immobilien- und Finanzierungsknowhow verfügt, abgegeben. Die Stadt hält weiter zehn Prozent der Anteile.