Möser l Während der Einwohnerfragestunde der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag in Möser erkundigte sich Manfred Wucherpfennig aus Schermen über den aktuellen Sachstand zur möglichen Unterbringung von Asylbewerbern. Bürgermeister Bernd Köppen sagte, dass die Gemeinde hier keine aktive Rolle spiele, weil die Asylthematik im Verantwortungsbereich des Landkreises liege.

Die Zahl der dem Landkreis zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber steigt ständig. Gegenwärtig sind monatliche Zuweisungen von bis zu 270 Personen zu verzeichnen. Tendenz weiter steigend. Der Landkreis ist verpflichtet, diese Menschen den Regeln und Vorgaben entsprechend unterzubringen.

Köppen informierte, dass es die Absicht des Landkreies sei, eine Verteilung auf die Städte und Gemeinden des Landkreises in Anlehnung an den so genannten „Königsteiner Schlüssel“ vorzunehmen.

Davon ist die Gemeinde Möser nicht ausgeschlossen, konstatierte der Bürgermeister. Die Gemeinde sei deshalb vom Landkreis aufgefordert worden, zur weiteren Prüfung der Machbarkeit, die jedoch ausschließlich in der Verantwortung des Landkreises liege, kurzfristig geeignete Objekte und Grundstücksflächen in der Gemeinde zu benennen. Dazu zählten auch Grundstücke, auf denen gegebenenfalls Fertigteilhäuser oder Wohncontainer errichtet werden könnten.

„Nach Abstimmung und Beteiligung von Gemeindegremium und Ortsbürgermeistern wurden dem Landkreis mehrere Flächen mitgeteilt, die aus unserer Sicht für diese Zwecke infrage kommen könnten“, so Bernd Köppen. Es liege nun in Verantwortung und im weiteren Verfahren des Landkreises, eine Eignungsbewertung vorzunehmen und eventuell eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten für eine weitere Nutzung herbeizuführen. Die Eigentümer der jeweiligen Flächen seien dazu informiert worden.