Burg l Als „nächsten Spaziergang in Burg“ wird die Demo  am Sonnabend im Internet bezeichnet. Anmelder ist nach Polizeiangaben eine Privatperson. Die Demonstranten wollen durch Burg laufen (siehe Karte) und lautstark ihren Protest „gegen Asylmissbrauch“ verkünden. Zwei Redner haben sich angekündigt. Ab 12.30 Uhr soll es auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen. Die Polizei rechnet mit über 100 Teilnehmern und wird ihre Einsatzkräfte morgen erhöhen.

Magdeburger Beamte werden das Burger Polizeirevier am Sonnabend unterstützen. „Wir werden sehr gut aufgestellt sein“, verspricht Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch. Konkrete Zahlen nennt er aus taktischen Gründen nicht. Reibungspunkte der beiden Veranstaltungen soll es nach Polizeivorstellungen möglichst nicht geben. „Das versuchen wir zu verhindern und hoffen, dass es insgesamt friedlich bleibt“, sagt Kriebitzsch.

Der Runde Tisch gegen Rechts spricht von einer Störung des Weihnachtsfriedens. „Wir wollen uns die Besinnung auf Weihnachten aber nicht verderben lassen“, sagt Fabian Borghardt. Darum wird am Sonnabend um 13 Uhr zu einem weihnachtlichen Friedensgebet in die Petrikirche (Franzosenstraße) aufgerufen. „Danach wollen wir gemeinsam ein Zeichen für Frieden setzen und mit Kerzen zum Rolandplatz ziehen, wo wir gegen 13.30 Uhr mit Musik und Geselligkeit unseren Weihnachtsfrieden zeigen“, macht Borghardt deutlich und ergänzt: „Diesen Frieden wollen wir uns nicht von rechten Chaoten kaputt machen lassen.“ Teilnehmer werden gebeten, Kerzen oder Laternen mitzubringen. Redebeiträge kommen von Politikern, Kirchenvertretern und Mitgliedern von Sozialverbänden. Borghardt rechnet mit 100 Sympathisanten. „Genaue Zahlen zu nennen, ist aber schwierig. Es soll aber auch kein wettbieten mit der anderen Demo sein. Wir wollen ein Zeichen setzen, nicht als klassische Gegendemo sondern als friedliches Zusammensein.“

Aufgrund der Demonstrationen weist der Landkreis zwischen 12.30 bis voraussichtlich 16 Uhr auf mögliche Verkehrseinschränkungen in den betroffenen Straßen hin (siehe Karte).

Erst Anfang November hatte es in Burg eine Demonstration unter einem ähnlichen Motto gegeben. 70 Teilnehmer wurden damals gezählt, 150 waren es auf Seiten der Gegendemonstranten. Die Polizei war mit 70 Beamten im Einsatz und musste sieben Strafanzeigen aufnehmen und 13 Platzverweise aussprechen.