Möser/Körbelitz/Lostau l Nach erneuter juristischer Prüfung scheint die Angelegenheit rechtlich korrekt zu sein: Die durch den Landkreis übertragene Verantwortung über die beiden Eisenbahnbrücken in der Nähe des Vorwerkes bei Möser und über die Brücke in der Biesengrundbreite von Möser liegen bei der Gemeinde Möser. Darüber ist auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates informiert worden.

Fachbereichsleiter Hartmut Dehne berichtete, dass die Verwaltung die Übertragungen erneut hat rechtlich prüfen lassen. Vor allem mit der alten Brücke am Vorwerk habe man sich schwer getan, eine Übertragung anzuerkennen, sagte Dehne. Der Grund liegt auf der Hand: Die Gemeinde ist nun dafür verantwortlich, dass die Brücke sicher ist. Da sie es augenscheinlich nicht ist, wurde sie unverzüglich gesperrt. Der Weg ist nun nicht weiter zu befahren. Ein Ingenieurbüro sei beauftragt worden, die Brücke zu inspizieren und ihren Zustand und ihre Reparaturbedüftigkeit festzustellen.

Im Zuge der juristischen Prüfung habe sich herausgestellt, dass auch die große Brücke in der Biesengrundbreite in gemeindlicher Verantwortung liegt. Hier ist alle fünf Jahre eine Hauptuntersuchung und dazwischen alle zwei Jahre eine Zwischenprüfung notwendig. Auch das kostet gemeindliches Geld.

Zur Vorwerkbrücke soll es laut Aussagen des Landkreises auch keine Unterlagen mehr geben, obwohl sicher ist, dass die Bahnbrücke zu DDR-Zeiten an den Burger Rat des Kreises übergeben worden war.

Einen Anspruch auf die Übergabe einer ordnungsgemäßen Brücke sei durch ein Bundesgesetz ausgehebelt worden, sagte Dehne. Dafür bereit gestellte Fördermittel seien seinerzeit nicht genutzt worden.