Möckern/Lübars l Auch weiterhin gibt es keine Erkenntnisse, wer vor wenigen Wochen einen Jungwolf bei Lübars getötet hat. Der Sprecher des Polizeireviers im Jerichower Land, Thomas Kriebitzsch, hat Gerüchte zurückgewiesen, nach denen inzwischen bekannt sei, wer den Jungwolf getötet hatte. Im Landeskriminalamt war die in dem Tier aufgefundene Munition untersucht worden. „Noch fehlt eine Rückmeldung aus dem LKA zu den Untersuchungen“, sagte Kriebitzsch auf Nachfrage der Volksstimme.

An einer Straße zwischen Loburg und Lübars war Ende November durch einen Jagdpächter ein junger toter Wolf aufgefunden worden. Die Polizei hatte daraufhin die Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Bundesjagdgesetz aufgenommen. Nach polizeilichen Erkenntnissen wurde das Tier durch einen Unbekannten an einem anderen Ort erschossen und erst anschließend auf einem Waldweg abgelegt.

Der Wolf ist keine jagdbare Wildart. Er ist durch internationale und nationale Gesetze streng geschützt. In der europäischen Union unterliegt er den Anhängen II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Auf Bundesebene ist der Wolf durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Er hat damit den höchstmöglichen Schutzstatus, erklärt der Wolfsbeauftragte des Jerichower Landes, Thomas Bich.