Burg l Ein Weihnachtsmarkt ohne großes Bühnenprogramm und Stollenanschnitt, aber mit vielen kleineren Höhepunkten vom 11. bis 13. Dezember in der Stadt verteilt – die Fäden für die Burger Altstadtweihnacht am dritten Adventswochenende werden in diesen Tagen immer wieder neu gespannt. „Corona zwingt ständig zu anderen Überlegungen“, sagt Maximilian Steib, Fachbereichsleiter Kultur und Tourismus der Stadt. Während andere Kommunen die traditionellen Feste längst abgesagt haben, will Burg „mit allen nötigen Auflagen daran festhalten“. Das heißt: Die Fläche der diesjährigen Altstadtweihnacht wird nahezu verdoppelt. Beschränkte sich das Festgelände im vergangenen Jahr auf den Komplex zwischen Gerberei, Wasserturm und Weinberg, sollen in diesem Jahr mit Ausnahme des Wasserturmgeländes auch die Innenstadt sowie die Ihlegärten einbezogen werden. „Auf diese Weise sind die Hygiene- und Abstandsregeln nach den aktuellen Vorgaben umsetzbar und mit dem Landkreis abgestimmt“, sagt Steib. Um einen großen Besucheransturm an einem Tag wie 2019 zu vermeiden, soll das Fest dieses Mal auf drei Tage gestreckt werden. Jeweils bis 21 Uhr. Und auch auf Mund-Nasen-Schutz müssen sich die Besucher einstellen, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Nicht ausgeschlossen, dass bis dahin eine generelle Maskenpflicht eingeführt wird.

Inhaltlich wird in der 1070-jährigen Stadt das Mittelalter im Vordergrund stehen – mit darstellendem Handwerk wie einem Hufeisenschmied, Kerzenzieher oder Seiler. „Wir wollen damit auch den Blick auf die Geschichte Burgs werfen“, sagt Steib. Darüber hinaus wollen Händler in der Einkaufsmeile mit besonderen Aktionen zum Bummeln einladen. Mit Künstlern, Händlern, Betreibern von Gastronomie und Technik sowie Security sind mehr als 40 Verträge abgeschlossen worden. Damit die Gäste möglichst an allen Standorten auf ihre Kosten kommen, soll es stündlich in der Altstadt verteilt einzelne Höhepunkte oder Vorführungen geben. Auch zwei Pferdegespanne werden die Gäste kutschieren. „Und Essen und Trinken soll in historischem Flair ermöglicht werden, beispielsweise an einem Auerochsenstand.“

Informationsbroschüre kommt bald

Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) beurteilt das Konzept als „sehr gelungen. Es ist ein Anreiz, unsere Stadt wieder zu besuchen. Auch dann, wenn wir unter schwierigen Corona-Bedingungen etwas anders feiern müssen als gewohnt.“

Damit sich die Besucher auf die Altstadtweihnacht einstellen können, wird in Kürze noch eine Informationsbroschüre mit Programmhinweisen, möglichen weiteren Standorten und Details herausgegeben, so Kulturmanagerin Maraike Schichold.

Einige Abstriche müssen gemacht werden

Ursprünglich sollte der städtische Weihnachtsmarkt in den Ihlegärten zusammen mit der historischen Gerberei, dem Wasserturm-Verein sowie dem Weinberg-Betreiber als gemeinsame Altstadtweihnacht stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde davon Abstand genommen.