Burg l Luise Müller hat immer ein Lächeln im Gesicht und wirkt optimistisch. „Ja, ich freue mich total, dass es geklappt hat und ich in Burg anfangen kann. Einfach super“, sagt die 20-jährige Magdeburgerin zu Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD), der in seinem Dienstzimmer zusammen mit Personalchefin Simone Lüngen drei junge Leute begrüßt, die sich ab August ins Zeug legen und die Weichen für ihre ganz persönliche Zukunft stellen wollen.

Luise Müller jedenfalls kennt das Dorfleben und hat nichts gegen harte Arbeit. „Ich bin gern draußen.“ Auch deshalb kann sie einen Ausbildungsvertrag zum Garten- und Landschaftsbauer in den Händen halten. Die junge Frau wird den städtischen Bauhof unterstützen. „Da zählt jede Arbeitskraft“, sagt Rehbaum und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Landesgartenschau 2018 und die nachhaltige Nutzung der vielen Grünflächen von Fachleuten – wo zu auch Luise Müller dann einmal zählen soll. Bis dahin wird sie von erfahrenen Kollegen viel lernen können.

Das trifft auch auf Markus Weinert zu. Der 27-Jährige aus Niegripp kann schon auf Berufserfahrung verweisen und startet nun eine zweijährige Umschulung – vom Mecha-troniker zum Straßenwärter. Auch dabei ist er im Bauhof gut aufgehoben und kann sich dort das Rüstzeug aneignen. „Die neue Arbeit wird mir garantiert gut liegen und ich werde mein Bestes geben“, versichert der junge Mann.

Gute Karrierechancen

Mehr auf die Büroarbeit wird sich dagegen Amelie Grzybowski konzentrieren. Die 18-Jährige hat ihr Abitur erfolgreich abgelegt und erlernt nun den Beruf einer Verwaltungsfachangestellten. „Eine vielfältige Tätigkeit mit großer Bandbreite steht bevor“, kündigt Rehbaum an, der auch die Entwicklungsmöglichkeiten im Verwaltungssektor nicht außer Acht lässt. Auch Nils Pfitzner aus Zerbst wird diesen Weg einschlagen. Er konnte nur bei der „offiziellen“ Vertragsunterzeichnung nicht dabei sein.

Alle neuen Auszubildenden werden zunächst die Stadtverwaltung, ihre Struktur, Mitarbeiter und Einrichtungen kennenlernen, bevor die eigentliche Ausbildung beginnt. Auch die anderen, schon etwas gestandeneren Azubis stehen dabei zur Seite.

Insgesamt kann die Verwaltung derzeit auf 18 Auszubildende zählen und wird auch in Zukunft jungen Leuten eine Perspektive bieten. „Wir benötigen auch Nachwuchs, um den Altersdurchschnitt etwas zu senken“, so Rehbaum. In der Kernverwaltung liege dieser bei etwa 50 Jahren, im Bauhof bei 52 Jahren. Einen deutlichen jüngeren Durchschnitt gibt es bei den Kindereinrichtungen, wo der Altersdurchschnitt bei etwa 44 Jahren liege.

In der Stadtverwaltung werden derzeit vier Berufe ausgebildet: Verwaltungsfachangestellter, Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste, Garten- und Landschaftsbauer und Straßenwärter. Geplant ist noch eine duale Ausbildung zum Erzieher.