Burg l  Nach intensiven Diskussionen des Stadtrates wurde im Juli für eine Ausschreibung der Bewirtschaftung gestimmt (Volksstimme berichtete). Bis Januar 2017 ist die derzeitige Betreiberin Janin Niele noch Drahtzieherin der Veranstaltungen in der Stadthalle. Sie will sich nun erneut als Bewerbin in Stellung bringen.

Die derzeitige Betreiberin wurde für vergangene Veranstaltungen von vielen Seiten kritisiert. „Ich habe an den Kritikpunkten gearbeitet und die Gäste können sich nach der Sommerpause selbst von der 360-Grad-Wende des Domizils und des Services überzeugen“, sagt die 25-Jährige. In knapp einer Woche endet die Sommerpause, dann stehen über 30 Veranstaltungen bis zum Jahresende auf dem Programm. Darunter solche wie „Die Haudegen“, „Schneekönigin“, Krimi-Dinner oder aber den Auftritt des Komikers Heinz Rennhack.

Vielfältiges Angebot

In dem Interessenbekundungsverfahren der Stadt wird für die knapp 200 Quadratmeter große Stadthalle als Lokalkolorit des Jerichower Landes angepriesen. „Die Stadthalle stellt mit ihrem vielfältigen Angebot von z.Zt. mehr als 200 Veranstaltungen pro Jahr eine tragende Säule im kulturellen und sozialen Bereich dar“, ist in der Ausschreibung zu lesen. Über die Zahl kann Janin Niele nur den Kopf schütteln. „Ich weiß nicht, wie die Stadt auf 200 Veranstaltungen kommt. Selbst mit viel Eigenregie bin ich nicht auf eine solch gewaltige Zahl gekommen“, sagte sie auf Nachfrage der Volksstimme.

Noch bis zum 29. September können sich Interessierte mit einer Konzeptskizze und einem Businessplan bei der Stadt Burg melden. Der Vertrag wird vorerst auf fünf Jahre ausgelegt, was einem künftigen Betreiber Planungssicherheit gibt.