Möckern l Wie sah die Stadtkirche St. Laurentius wohl vor 90 Jahren aus? Wie verlief die Straße beim Rathaus Möckern, bevor in den 1990er-Jahren die Dasselaner Straße entlang des Amtshofes durch die Innenstadt gezogen wurde? Wer sich für das „Alte Möckern in alten Bildern“ interessiert, sollte sich den Donnerstag, 9. Januar, vormerken. In einer interessanten Ausstellung dürften diese Fragen beantwortet werden können.

Wohl an die 100 Postkarten und Reproduktionen alter Aufnahmen befinden sich im Besitz der Möckeranerin Ilka Vorbrodt. „Bei uns in der Familie wurden solche Fotos und Karten schon immer gesammelt“, sagt Ilka Vorbrodt und verweist auf eine entsprechende Sammelleidenschaft der Urgroßmutter. Dieser Vorfahrin ist es wohl zu verdanken, dass Ansichten aus den Anfängen des 20. Jahrunderts zu sehen sein werden. Die Exponate, die ab dem 9. Januar in den Räumen der Firma Sinnovo IT gezeigt werden, zeigen überwiegend den Stadtkern von Möckern, wie er in den Jahren 1920 bis 1930 ausgesehen hat. Es gibt aber auch Fotos und Karten von umliegenden Dörfern.

„Ich möchte, dass die Erinnerung an das frühere Möckern bei den Bürgern aufrecht erhalten bleibt und sich die Besucher der Ausstellung über ihre Erinnerungen austauschen“, verspricht sich Ilka Vorbrodt von der Ausstellung.

Die Vernissage der Bilderschau erfolgt am Donnerstag, 9. Januar, um 18 Uhr in der Firma Sinnovo im ehemaligen Bahnhof Möckern. Danach sind die Postkarten und Bilder nach telefonischer Terminvereinbarung unter 039221 / 656 880. zu sehen. Der ehemalige Bahnhof Möckern befindet sich an der Bahnhofstraße Möckern, Ecke Zimmerstraße.

Der Zugang zur Ausstellung liegt auf der Gebäuderückseite, erinnert Sinnovo-Geschäftsführer André Menke. Seitdem sein Unternehmen den sanierten Bahnhof bezogen hat, wird der ehemalige Bahnhofs-Lagerschuppen in loser Folge für kulturelle Anlässe und Ausstellungen genutzt.