Möckern l Am Vormittag gegen 11 Uhr ist in der Möckeraner Gartenanlage „Stiefelknecht“ in der Hohenziatzer Chaussee eine weitere Gartenlaube den Flammen zum Opfer gefallen. Es ist die vierte abgebrannte Laube in der Gartensparte innerhalb von wenigen Monaten.

Nach Angaben der Polizei geriet die Laube aus bisher ungeklärter Ursache in Brand. Der Spurenlage nach entstand das Feuer an einem vor der Laube befindlichen Möbelstück und griff dann auf das Gebäude über. Die Laube brannte zum großen Teil nieder. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet.

Zusammenhänge gesucht

„Die Umstände sprechen sehr dafür, dass es sich um Brandstiftung handelt“, sagte gestern Polizeisprecher Falko Grabowski vom Polizeirevier Jerichower Land in Burg. Die Gartenlaube mache den Eindruck, als sei sie zuletzt weniger genutzt worden, so der Polizeisprecher.

Es werde nun geprüft, ob es Zusamenhänge mit den vorangegangenen Bränden im Oktober, November und Dezember geben könne, so Falko Grabowski.

Kriminalpolizei wertet Spuren aus

Am Brandtag war die Kriminalpolizei vor Ort. „Es werden jetzt alle Spuren ausgewertet, was bei Bränden natürlich schwierig sein kann. Wir legen jetzt alle Fälle übereinander, und es wird nach übereinstimmenden Mustern gesucht“, so der Polizeisprecher. Die Streifentätigkeit werde verstärkt auf die mehrfach betroffene Gartensparte abzielen. „Es ist natürlich Glückssache, wenn man dann zur rechten Zeit da ist.“

In der Gartensparte sind nach Angaben des Vorsitzenden des Kleingartenvereines, Reinhard Lerche, noch 26 Parzellen belegt. Die jüngst abgebrannte Laube befindet sich im gleichen Teil der Gartensparte, wie die zuvor abgebrannten. Dieser Bereich der Gartenkolonie ist zu einem großen Teil ungepflegt und zum Teil leerstehend.

Unruhe macht sich im Verein breit

Ob und wie lange die vier Brandruinen stehen bleiben, liegt in der Entscheidung der Eigentümer, sagt der Vereinsvorsitzende Reinhard Lerche. Es handele sich nicht um Pachtgärten, sondern Privatbesitz. „Im Verein macht sich Unruhe breit,“ fasst Lerche die Situation zusammen: „Wer weiß denn, wer der Nächste ist?“