Möckern l Private Feierlichkeiten in den Dorfgemeinschaftshäusern der Ortschaften sind demzufolge ab sofort nicht mehr gestattet. Gleiches gilt auch für Feuerwehrgerätehäuser und Jugendclubs. Die Regelung gilt bis auf weiteres. Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly hat die Ortsbürgermeister am Dienstag in einem Schreiben über diese Regelung informiert.

Stadt zahlt Raummieten zurück

„Die Zahl der Corona-Infizierten im Jerichower Land sowie im Stadtgebiet ist in den letzten Tagen deutlich angestiegen, und diese Ausbrüche sind nachweislich auch aufgrund privater Veranstaltungen (Klassentreffen, Treffen mit Kollegen oder das gemeinsame Essen mit Freunden) entstanden“, heißt es in dem Schreiben des Stadtchefs an die Ortsbürgermeister.

Um weitere Infektionen zu verhindern, würden daher in den kommunalen Liegenschaften private Feiern untersagt. Die Nutzung dieser öffentlichen Einrichtungen könne derzeit nur in Einzelfallentscheidungen erfolgen. Bereits geschlossene Mietverträge müssten aufgehoben werden. Sollten bereits Nutzungsgebühren gezahlt worden sein, würden diese erstattet, erklärt die Verwaltung. „Sobald sich die Infektionszahlen deutlich verringert haben, werden wir über eine mögliche Nutzung der Einrichtungen informieren“, so Frank von Holly in dem Schreiben an die Ortschefs.

Erst im Juni hatte die Stadtverwaltung von Möckern eine „Allgemeine Zustimmung zur Nutzung von Dorfgemeinschaftshäusern in Trägerschaft der Stadt Möckern“ ausgegeben, mit der die kommunalen Gebäude nach dem ersten sogenannten Lockdown unter strengen Auflagen wieder genutzt werden durften. So galt neben einer beschränkten Personenzahl auch in den Dorfgemeinschaftshäusern die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern zu Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören. Hinzu kam ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime.

Amtsbesuch nur nach Terminvergabe

Auch in der Möckeraner Stadtverwaltung hat man auf die aktuelle Situation reagiert, nachdem das Jerichower Land mit über 180 Fällen zur Risiko-Region erklärt worden war. So werden die Büros in den Verwaltungssitzen Möckern, Loburg und Küsel nur noch mit je zwei Mitarbeitern besetzt und ein Schichtsystem eingeführt. Darüber informierte Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly gestern in einer Pressemitteilung.

Persönliche Kontakte deutlich reduzieren

Auch werden die drei Verwaltungssitze ab heute nicht mehr ohne weiteres für den Publikumsverkehr zugänglich sein. Wie bereits beim ersten Lockdown sollen die Eingänge verschlossen bleiben, für Amtsgeschäfte sind Terminvereinbarungen nötig. Der Zutritt erfolgt über eine Türklingel. In den Gebäuden herrscht Maskenpflicht. Bürger sind angehalten, statt persönlicher Kontakte lieber Telefon, E-Mail, Post zu nutzen.

Diese Regelung gilt bis vorläufig zum 13. November. Es sei erforderlich, die persönlichen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Frank von Holly. In zwei Kindertagesstätten in Möckern und Loburg war es nach Corona-Fällen zu Schließungen beziehungsweise Teilschließungen der Einrichtung gekommen.