Trassenbau für neue Stromleitung

Die Bauarbeiten zwischen Parchau und Ihleburg liegen voll im Zeitplan

Von Mario Kraus

Ihleburg/Parchau. Mitarbeiter einer Tangermünder Tiefbaufirma schachten derzeit auf der nördlichen Seite der Kreisstraße zwischen Parchau und Ihleburg. Sie schaffen im Auftrag der Stadtwerke Burg Energienetze die Voraussetzungen für eine neue 15-kV-Leitungstrasse zwischen beiden Ortschaften. Etwa 750 von insgesamt 1700 Metern sind bereits geschafft. „Damit liegen wir im Zeitplan, die Fertigstellung ist für Anfang Juni vorgesehen“, sagt Energienetze-Geschäftsführer Mathias Holzberger.

Die Arbeiten haben einen doppelten Vorteil: Zum einen wird die Netzstabilität entscheidend verbessert, zum anderen gleich ein Leerrohr eines Magdeburger Breitbandanbieters verlegt, der auch die Dörfer für das schnelle Internet erschließen will.

Anschluss auch für weitere Kommunen möglich

Der neue Leitungsabschnitt ist der letzte Teilbereich der neuen Haupttrasse vom Umspannwerk Burg bis nach Ihleburg und könnte auch für die Stromversorgung weiterer Kommunen von Vorteil sein. „Denn wir haben uns Ende vergangenen Jahres mit einem Mitbewerber für die Strom- und Gaskonzession in der Gemeinde Elbe-Parey beworben. Mit Fertigstellung dieses Leitungsabschnittes könnten die Gemeinden Burg und Elbe-Parey deutlich sicherer mit Strom versorgt werden, sollte sich die Kommune Elbe-Parey nach einem Bewertungsverfahren, einer so genannten Bewertungsmatrix, für die Stadtwerke Burg entscheiden“, so Holzberger. Mit dieser Leitung könne eine neue Direktverbindung auf Mittelspannungsebene zwischen den Umspannwerken Parey und Burg erfolgen. Davon profitieren würden sowohl die Stadt Burg als auch die Gemeinde Parey. „Hier liegt der regionale Fokus zur weiteren dynamischen Entwicklung von den Stadtwerken Burg zum Jerichower Landwerk.“

Die Stadtwerke Energienetze haben seit 2015 rund 63 Kilometer 15/20-kV-Leitungen durch neue Kabeltrassen und etwa 20 Kilometer alte 1 kV-Leitungen durch neue und leistungsstärkere Kabel ersetzt, so Mathias Holzberger.