Reesdorf/Burg (vs) l Ein brennender Lkw, der Gefahrgut geladen hatte, sorgte in der Nacht zu Freitag (11. Dezember) für ein Verkehrschaos auf der A2 bei Reesdorf nahe Burg. Aufgrund des Feuerwehreinsatzes musste die Autobahn voll gesperrt werden, teilte die Polizei mit. Am Stauende ereignete sich zudem ein tragischer Unfall.

Nach ersten Erkenntnissen habe sich während der Fahrt die Ladung des polnischen Lkw entzündet, berichten die Beamten. Der Fahrer (66) bemerkte gegen 21.50 Uhr die Rauchentwicklung und sei dann mit seinem Fahrzeug zwischen dem Parkplatz Wüstenforst und der Anschlussstelle Ziesar auf den Standstreifen gefahren. "Geistesgegenwärtig trennte er die Zugmaschine vom Auflieger und fuhr mit dieser ca. 250 Meter weiter, bevor er sich selbst in Sicherheit brachte", heißt es im Bericht der Polizei. Beim Abkoppeln verletzte sich der 66-jährige leicht. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht.

Der Auflieger brannte, trotz des Einsatzes zahlreicher Kräfte der Feuerwehren, komplett aus. Damit die Wehren den Brandort schnellstmöglich erreichen konnten, wurde die Mittelschutzplanke auf der Autobahn auf gut 30 Metern demontiert. Die A2 musste zudem zwischenden Anschlussstellen Theeßen und Ziesar in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Weiter berichtet die Polizei: "Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich um den Gefahrenstoff Kupferhydroxidcarbonat, welches in flüssiger Form in 16 Containern gelagert wurde. Weshalb es zu der Brandentwicklung gekommen ist und inwieweit eine Kontaminierung der umliegenden Flächen erfolgte, ist noch unklar." Die Bergung des ausgebrannten Lkw könne erst nach der Neutralisierung des Gefahrenstoffes erfolgen, heißt. Wann das passiert, ist noch nicht bekannt. "Die eingeleiteten Sperrungen beider Richtungsfahrbahnen bleiben bis auf unbestimmte Zeit bestehen."