Burg l Kurz nach Mitternacht war die Ruhe vorbei im Wohnpark Ihletal. Auf dem Balkon der obersten Etage in der Franz-Liszt-Straße 21 brannte es. Eine Anwohnerin des Nachbarhauses vernahm laut Polizeibericht in der Nacht einen Rauchmelder und sah beim Blick aus dem Fenster das Feuer im Nachbarhaus. Sie alarmierte die Feuerwehr.

Durch Brandmelder alarmiert

Der 32-jährige Wohnungsinhaber war ebenfalls durch den Brandmelder alarmiert worden. Er weckte seine Freundin und beide verließen zügig die Wohnung. Von den mittlerweile eingetroffenen Einsatzkräften der Feuerwehr und den Polizeibeamten wurden auch die übrigen Bewohner aufgefordert, ihre Wohnung zu verlassen.

Der 32-Jährige kam mit Verdacht der Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Weitere Bewohner wurden nicht verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Morgen an. Am Wohnhaus geparkte Fahrzeuge wurden aufgrund der Löscharbeiten durch herabfallende Dachziegel beschädigt. Es ist laut Polizei ein Schaden von fast 100 000 Euro entstanden. Bis auf die betroffene Wohnung  konnten die Anwohner ihre Wohnungen wieder aufsuchen. Die betroffene Wohnung ist stark beschädigt und wurde beschlagnahmt.

Bedrückende Stille

Am Vormittag danach herrscht eine bedrückende Stille über der kleinen Siedlung. Die Eltern des Wohnungsbesitzers sind gekommen, machen der Polizei Angaben. „Unser Sohn ist aus dem Krankenhaus entlassen worden", erzählen sie erleichtert der Volksstimme. Die Mutter hat die wenige Wochen alte Französische Bulldogge auf dem Arm, die auch aus der Wohnung gerettet wurde. Von der Brandursache haben auch sie keine Idee, in der Wohnung sind sie nicht gewesen, die ist gesperrt. „Die beiden können jetzt erstmal bei uns wohnen", sagen sie und machen sich auf den Weg.

Die Spurensicherung trifft ein. Ein Ermittler macht zunächst einmal Fotos von außen, das Gelände vor dem Haus ist abgesperrt, damit Passanten nicht von herabfallenden Teilen getroffen werden können. „So, dann gehen wir mal rein", sagt er zu seinen beiden Kollegen und verschwindet in der Hausnummer 21. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.