Burg l Mit dem Projekt knüpft das DRK an die ehemaligen „Burratino“-Zeiten an und hat mit dem Förderbescheid auch einen finanziellen Grundstock. In der zweiten Maiwoche sollen die Planungsleistungen vergeben werden. „Sobald die Unternehmen für das Projekt feststehen, lässt sich auch abschätzen, wann die ersten Kinder in der neuen Kita spielen und toben können“, erklärte DRK-Vorstand Andy Martius. Insgesamt sind 2,9 Millionen Euro für den Neubau geplant, der Zuschuss durch die Fördermittel soll ungefähr 20 Prozent des Gesamtbedarfs abdecken.

30 integrative Plätze

Anhand einer Bewertungsmatrix werde aktuell geprüft, welche Unternehmen den Zuschlag für das Projekt bekommen. Die neue Kita soll 90 Betreuungsplätze beherbergen – 60 Kindergarten- und 30 Krippenplätze. Bestandteil ist auch ein Inklusionskonzept. Es beinhaltet unter anderem, 30 integrative Plätze zu schaffen. Zwölf pädagogische Fachkräfte sollen für die Betreuung der Sprösslinge da sein.

Bei der Planung des Neubaus soll der alte Baumbestand auf dem Grundstück berücksichtigt werden. „Wir streben an, viele der alten Bäume auf dem zukünftigen Gelände zu erhalten und in den Spielplatz der Kita zu integrieren“, so Martius. Dazu werde noch geprüft, welche Bäume gesund sind und welche gefällt werden müssen. „Neben einem alten Baumbestand hat der Standort Burg-Süd einiges zu bieten. Eine Grundschule in fußläufiger Entfernung und ein Seniorenzentrum machen den Standort konzeptionell für eine Kita attraktiv“, sagte Martius. „Nicht zuletzt gibt es genug Parkplätze für Eltern, die ihre Kinder bringen und abholen. Insgesamt ist das Grundstück ein Traum für eine Kita“, ergänzte Landrat Steffen Burchhardt (SPD).

Familienfreundlicher Stadtteil

Das Konzept der Nachhaltigkeit habe beim Bauvorhaben einen großen Stellenwert. Bei der Planung werde ein Nachnutzungskonzept für das Gebäude erstellt. Es soll also bedacht werden, welche Einrichtung die Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt beherbergen könnte, sofern in einigen Jahren weniger Kita-Plätze benötigt werden sollten.

Auch Burchhardt sieht in der Investition eine wichtige Weichenstellung für einen familienfreundlichen Stadtteil. Aufgrund der großen Anzahl fehlender Plätze in Burg zeigten die anderen Gemeindevorstände Verständnis für die Entscheidung, dass Burg den Fördermittelbescheid erhalten hat. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) schwelgte in Erinnerungen an die Kita „Burattino“: „Um die alte Kita zu sanieren, hätten uns ähnlich hohe Kosten erwartet. Jetzt können wir ein nachhaltigeres Konzept umsetzen. Insbesondere Eltern, die bei den Burger Küchen angestellt sind, fragten häufiger nach einer Kita an diesem Standort in Burg-Süd, damit sie weniger weite Fahrtwege auf sich nehmen müssen“, erklärte der Burger Stadtchef.