Tag der offenen Tür

Friedensau: Möckerns Hochschulstandort lockt über 1000 Besucher

Mit einem beeindruckenden Programm hat sich am Sonntag die Ortschaft Friedensau mit ihren Einrichtungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Ort steht für Internationalität und Kultur. Und das war am Sonntag überall zu spüren.

Von Stephen Zechendorf 09.06.2015, 03:23

Friedensau l Die Neugier und das Interesse der Menschen aus der Region war ganz offensichtlich groß: Schon gegen 15 Uhr war die Marke von 1000 Besuchern geknackt. Zu erleben gab es reichlich. Bereits kurz nach der Begrüßung etwa starteten 162 Teilnehmer zu einem Benefiz-Waldlauf. Der Lauf für einen guten Zweck wurde zum zweiten Mal vom Friedensauer Studentenrat auf die Beine gestellt.

Unter den Startern war auch der Landrat des Jerichower Landes, Steffen Burchhardt. Er absolvierte die elf Runden, die er sich vorgenommen hatte. Insgesamt liefen die Teilnehmer 838 Runden, alleine 219 Runden gingen auf das Konto der zahlreichen Kinder. Für jede Runde erhält die Kindertagesstätte Burg einen zuvor vereinbarten Betrag.

Orgelmusik, Drehorgel und das Sax`n Anhalt Orchester

In unvermindertem Tempo folgten weitere Aktionen auf dem großen Campusgelände. Das Seniorenheim bot Führungen für Interessierte an, hatte zudem einen Flohmarkt und weitere Stände aufgebaut. Viel Stimmung brachten am Mittag die Musiker des "Sax`n Anhalt Orchesters" und zuvor ein Drehorgelspieler mit.

Wie international die Theologische Hochschule Friedensau ist, das bewiesen Studierende und Dozenten in vieler Hinsicht. So gab es eine kulinarische Straße, bei der Köstlichkeiten aus Puerto Rico, Myanmar, Indonesien, Tansania, Sambia, Äthiopien, der Schweiz und Frankreich angeboten wurden.

In der Kulturscheune wurde ab dem Nachmittag ein Kulturprogramm mit internationaler Modenschau und Musik aufgeführt. Besondere Programmpunkte waren dabei ein Orgelkonzert in der Kapelle und am Abend der Auftritt des Crydon Gospelchores.

Für die kleinen Besucher gab es ein buntes Angebot auf beiden Seiten der Ehle. Pferdereiten und Bastelstraße lockten, andere besuchten in der Kinder-Uni interessante Vorlesungen mit echten Dozenten der Hochschule.

Die Frauen der Töpferwerkstatt luden zum Schnuppertöpfern ein, die Freiwillige Feuerwehr von Friednesau baute am alten Freibad eine überdimensionale Wasserrutsche auf und größere Jugendliche und Erwachsene konnten eine Proberunde auf dem Parcours des Hochseilgartens des Friedensauer Zeltplatzes absolvieren.

"Das Wohnen in Friedensau gestaltet sich bunt und das wollen wir heute zeigen", so lautet die Botschaft der Friedensauer Gastgeber.

"Friedensau ist immer offen"

Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly zeigte sich bei senem Grußwort beeindruckt von dem, was der Ort in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat. Angesichts der offenbar weitverbreiteten aber irrigen Ansicht, dass Friedensau nichtöffentliches Privatgelände sei, sagte Frank von Holly zu den Gästen: "Bitte tragen Sie die Botschaft weiter: Friedensau ist immer offen!"

Solche Tage der offenen Türen gab es in dem Ort früher schon einmal. Erstmalig wurde im Juni 1987 in Friedensau ein Tag der offenen Tür dmit etwa 1000 Besuchern durchgeführt. Damals unter der Verantwortung von Dr. Manfred Böttcher.