Volksstimme: Steigt mit dem nahenden Eröffnungstermin jetzt auch die Nervosität?

Erhard Skupch: Nein, nicht zwangsläufig. Wir liegen im Plan. Alle restlichen Projekte sind angeschoben. Das heißt nicht, dass es bei einzelnen Arbeiten zu Verzögerungen kommt, beispielsweise durch den Frost der vergangenen Tage.

In welchen Bereichen gibt es Verzögerungen?

Sonnhild Noack: Unter anderem bei der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Mittlerweile sind auch die entsprechenden Steine eingetroffen, so dass die Pflasterarbeiten fortgesetzt werden. Auch der Neubau der Treppe am Spielhügel war natürlich nicht eingeplant und dauert nun etwas länger. Bis zur Eröffnung wird sie aber fertiggestellt sein.

Wie viel Prozent der Bauvorhaben zur Laga sind umgesetzt?

Sonnhild Noack: Das sind in der Summe gut 95 Prozent.

Welche Schwerpunkte stehen jetzt noch auf dem Plan?

Erhard Skupch: Jetzt geht es mit Hochdruck in Richtung Endspurt, wozu eine Vielzahl von Arbeiten gehören. Beispielsweise werden die Sanitärcontainer aufgestellt und angeschlossen, es werden die Ausstellungsprojekte der Städtepartner aufgebaut oder Friedhofsgräber angelegt, um nur einiges zu nennen. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass mit dem Bau des Kirchenpavillons in den Ihlegärten jetzt begonnen wurde. Die Hallenschau wird ebenso vorbereitet wie das Aufstellen der Kassentürmchen. Auch die Mitarbeiter für die Kassierung müssen mit dem Ticketsystem intensiv geschult werden. Unterm Strich wird man in den nächsten Wochen mehr Bautätigkeit wahrnehmen als in den zurückliegenden winterlichen Tagen.

Ein Kritikpunkt ist immer wieder die Sauberkeit in der Stadt, die sich als Gastgeber präsentieren wird. Vor allem der Bahnhof, an dem viele Besucher ankommen werden, wird genannt.

Sonnhild Noack: Es gibt in der Tat Ecken, die wenig einladend sind. Zum Bahnhof muss fairerweise erwähnt werden, dass sich auch die Bahn ihrer Verantwortung bewusst ist, den Reinigungszyklus erhöht hat und auch unmittelbar vor der Laga für Ordnung und Sauberkeit sorgen wird. In der Stadt selber wird es auch noch eine größere Aktion geben. Letztlich muss aber jeder Einzelne seinen Beitrag für eine saubere Stadt leisten.

Können sich die Laga-Besucher auf den Flächen sicher fühlen?

Erhard Skupch: Auf jeden Fall. Wir haben mit einer renommierten Magdeburger Sicherheitsfirma einen Vertrag geschlossen. Die Flächen werden mit 35 Kameras von einer Notruf- und Serviceleitstelle aus videoüberwacht. Die Wirtschaftseingänge werden bereits ab April von Mitarbeitern der Firma kontrolliert, mit der Eröffnung übernehmen sie auch die Einlasskontrolle.

Es gibt auch Befürchtungen, dass mit dem Landesfest die Innenstadt zugeparkt wird. Wird plakativ auf den Großparkplatz an der Blumenthaler Straße hingewiesen?

Erhard Skupch: Selbstverständlich werden an allen Zufahrten in die Stadt hinein noch entsprechende Schilder aufgestellt, die auf den Großparkplatz am Schlachthof hinweisen und die Autofahrer gezielt dorthin leiten. Dieser Parkplatz, der rund 800 Stellplätze umfasst, wird sicher von nahezu allen auswärtigen Gästen genutzt. Diese Fläche wird – ausgehend von Erfahrungen bisheriger Gartenschauen – ausreichen, notfalls steht dann auch der Messeplatz zur Verfügung. Wenn Ortskundige einen Parkplatz innerhalb der Stadt nutzen, können wir das natürlich nicht verhindern.

Werden die Busse dort auch parken?

Sonnhild Noack: Nein. Die stehen auf einer Fläche zwischen Niegripper Chaussee und Marientränke, die als Umleitung genutzt wurde.

Steht der Ablauf des Eröffnungstages fest?

Erhard Skupch: Wenn Sie den offiziellen Teil meinen, kann ich das bejahen. Wir stehen in enger Verbindung mit der Staatskanzlei, aber der Tag ist im Wesentlichen ausgeplant. Der Ministerpräsident wird neben der Eröffnung vermutlich bis zum späten Nachmittag die Laga-Flächen aufsuchen. Wir freuen uns natürlich nicht nur auf die politische Prominenz, sondern auf jeden einzelnen Besucher, der auf seine Kosten und kommen und einen schönen Tag haben soll.

Mehr Informationen rund um die Landesgartenschau 2018 in Burg gibt es hier.