Burg l Wer die zahlreichen blühenden Blumen, grünen Gewächse, außergewöhnlichen Kunstobjekte und kreativen Themengärten noch einmal bestaunen möchte, der sollte sich sputen: Nach insgesamt 170 Tagen endet am Sonntag, 7. Oktober, die Landesgartenschau in Burg.

Trotz weniger Besuchern als erhofft, auch aufgrund der anhaltenden Hitze in diesem Sommer, zieht Geschäftsführer Erhard Skupch jetzt schon eine positive Bilanz. „Gerade bei diesen Rahmenbedingungen, wie den hohen Temperaturen, bin ich stolz, dass alles geklappt hat.“ Dieses Echo habe er auch von Geschäftsführern der Landesgartenschauen in anderen Regionen wie in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erhalten. „Die Fachleute waren durchweg begeistert“, so Skupch.

Grünes Areal ist Zankapfel

Weniger begeistert zeigten sich indes die Burger beim Thema Zaun – die Umzäunung der grünen Areale ist momentan ein steter Zankapfel in der Stadt. Erhard Skupch hat hier eine klare Meinung: „Wir brauchen eine Umzäunung der großen Areale.“ Als positives Beispiel zieht er das Nachhaltigkeitskonzept der Laga in Aschersleben heran: „Dort gibt es auch Schließzeiten für die Anlagen. Das läuft reibungslos“, sagt Skupch. Die Idee eines nächtlichen Parkwächters sei aus seiner Sicht nicht finanzierbar. Grundsätzlich würden auch nur die Wenigsten nach 18 Uhr im Dunkel den Goethepark durchqueren wollen.

Dort findet am kommenden Samstag die Abschlussfeier statt. Ab 17 Uhr lockt ein buntes Programm zur Hauptbühne. Hier übergibt Erhard Skupch den „Staffelstab“ an den Bürgermeister der Stadt Bad Dürrenberg, dem Ausrichter der Landesgartenschau 2022 in Sachsen-Anhalt. Die Band „Tänzchentee“ rockt dann die Bühne im Goethepark, bevor ein großes Feuerwerk den Himmel über Burg erhellt.

Rückbau

Aber nach der Laga ist vor der Laga, zumindest fast: Am Montag, dem 8. Oktober, beginnt der Rückbau der Anlage und die Planung für den Erhalt des kulturellen Mehrwerts. „Diese wollen wir bis Dezember ausarbeiten“, verrät Skupch.

Zusätzlich sollen neue Führungen im nächsten Jahr weiterhin Besucher nach Burg locken. „Alles, was bleibt, die städtebaulichen Veränderungen, das ist das, wofür man es gemacht hat. Und das soll erhalten bleiben“, betont Skupch.

Alles rund um die Landesgartenschau in Burg gibt es in einem Dossier.