Burg l Mit 379 Geburten liegt das Jahr 2018 in punkto Nachwuchs im Durchschnitt. An den zahlenmäßig stärksten Jahrgang der vergangenen zehn Jahre reicht es nicht heran. Waren doch 2013 insgesamt 418 Geburten im Burger Standesamt registriert worden.

Dabei stammten 2018 insgesamt 155 der frischgebackenen Mütter aus Burg und seinen Ortsteilen, die Mehrheit mit 224 Müttern allerdings von außerhalb der Stadtgrenzen zum Beispiel aus Zerbst oder aus dem Brandenburgischen. „Andersherum entscheiden sich natürlich auch Mütter aus Burg, ihre Kinder in Magdeburg auf die Welt zu bringen. Das bekommen wir ja hier nicht mit“, so Standesbeamter Sven Reinald. Die Quote der Hausgeburten liegt laut Statistik übrigens bei unter einem Prozent.

Jungen und Mädchen halten sich bei den Burger Neuankömmlingen die Waage. So erblickten im Jahr 2018 190 Jungen und 189 Mädchen das Licht der Welt. „Und wir haben in diesem Jahr auffällig wenige Doppelnamen. Ist wohl gerade nicht im Trend“, vermutet Standesbeamtin Astrid Tischmeyer.

190 Jungs und 189 Mädchen geboren

Seltener muss sie inzwischen die Namenslexika wälzen, um eindeutig das Geschlecht des Neugeborenen auszumachen. „Im Zweifelsfall gebe ich den Eltern aber immer mit auf den Weg, sich für einen zweiten Vornamen zu entscheiden, der eindeutig das Geschlecht des Kindes erkennen lässt“, so der Tipp Tischmeyers. Allerdings sind auch ihr einige Namen völlig unbekannt, sodass sie sich ab und an fachliche Expertise vom Namensservice in Leipzig holt.

Das Gros der Neuburger, nämlich 271 Kinder, bekam im Jahr 2018 nur einen Vornamen. Favorit bei den Jungen war Max. Er wurde sechsmal vergeben. Dicht gefolgt von Theo und Leo.

Bei dem Mädchennamen teilen sich gleich fünf Namen das Siegertreppchen. Charlotte, Hanna, Mara, Marie und Merle wurden jeweils vier Kinder genannt. Außerdem ist Sophie der beliebteste zweite Vorname bei den Kindern, die 2018 in Burg registriert wurden. Gleich siebenmal steht er an zweiter Stelle auf den Geburtsurkunden. Vornamen mit „M“ waren 2018 also sowohl bei Eltern von Jungs als auch Mädchen erste Wahl. Generell sind altdeutsche und skandinavische Namen beliebt. So trifft man in der Statistik neben Willi oder Ida auch auf Jonas oder Lasse.

Dritthöchste Sterberate seit 2008

Leider wird in der Türmestadt und seinen Ortsteilen aber noch immer mehr gestorben als Nachwuchs geboren. „Nicht unbedingt im heißen Sommer, aber im Frühjahr und Herbst sind viele Burger verstorben“, erinnert sich Standesbeamter Sven Reinald. Nach 2010 mit 521 Sterbefällen und 2013 mit 509 Verstorbenen liegt das Jahr 2018 mit 476 auf dem dritten Platz seit 2008.

Insgesamt nahm die Bevölkerungszahl in der Stadt Burg und seinen Ortschaften nach einem kleinen Hoch im Jahr 2015 stetig ab. Sodass im Vergleich zum vergangenen Jahr wieder 115 Menschen weniger, nämlich 23.420 Menschen statt zuvor 23.535 Einwohner in der Stadt Burg gezählt wurden.