Gerwisch/Magdeburg (pa) l Zum wiederholten Mal ist ein 16-jähriger Junge aus dem Niger durch Gewalttätigkeiten aufgefallen. Am Mittwoch hat der junge Flüchtling gegen 13 Uhr eine Zugbegleiterin bespuckt und anschließend geschlagen. Nach Angaben der 32-Jährigen hatte in der Bahn plötzlich der Alarm in der Bordtoilette ausgelöst. Sie ging hin und bat darum, die Toilettentür zu öffnen. Darin befand sich der 16-Jährige. Er versicherte, alles sei in Ordnung, er habe nur versehentlich den Alarm betätigt hatte.

Als die Zugbegleiterin den Fahrschein sehen wollte, gab er zu, weder ein Ticket, noch Geld, noch einen Ausweis bei sich zu haben. Sie bat ihn daraufhin, am nächsten Haltepunkt den Zug zu verlassen. Daraufhin beschimpfte der 16-Jährige die Zugbegleiterin als „Hure“ und „Nazischlampe“ und spuckte ihr ins Gesicht. Anschließend holte er aus und schlug ihr mit der Hand an die Wange. Zwei Reisende überwältigten den Jungen und konnten ihn bis zum nächsten Haltepunkt fixieren. In Gerwisch brachten sie ihn auf den Bahnsteig und der Zug fuhr ohne den Täter weiter. Die 32-jährige Zugbegleiterin wurde bei ihrer Rückankunft auf dem Hauptbahnhof in Magdeburg von Bundespolizisten völlig aufgelöst in Empfang genommen und schilderte die Tat. Sie musste wegen des Vorfalls ihren Dienst abbrechen.

Taube in den Mund genommen

Aufgrund der Personenbeschreibung konnten die Bundespolizisten als Täter den 16-jährigen Nigerianer identifizieren, der bereits am Mittwochvormittag auf dem Hauptbahnhof Magdeburg wegen des Verstoßes gegen das Tiergesetz straffällig geworden war. Dort soll er eine Taube mehrmals in den Mund genommen und sie fast zu Tode gedrückt haben.

Nun muss er sich zusätzlich wegen Körperverletzung, Beleidigung und wegen des Erschleichens von Leistungen verantworten müssen.