Lebensqualität

Im Burger Norden werden gute Ideen für die Entwicklung des Stadtteils gesammelt

Von Thomas Pusch

Burg. „Ich fühl mich wohl in Burg-Nord“. Unter diesem Motto steht das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Quartiersprojekt der AWO. Viele Gedanken fürs Wohlfühlen in dem Stadtteil wurden bei der ersten Zusammenkunft des rund zehnköpfigen Quartiersbeirates ausgetauscht. Zwar konnte die Konferenz nur virtuell stattfinden, aber es wurden gut eineinhalb Stunden lang munter Ideen gesammelt. „Ich fand es eine wirklich angenehme Runde und einen schönen Austausch“, sagte hinterher Projektmitarbeiterin Josephine Tetzner im Gespräch mit der Volksstimme.

Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Vertreterinnen der in Burg präsenten Wohnungsbaugesellschaft und -genossenschaft und des Landkreises, Lebenshilfe-Geschäftsführer Erik Dietzel und Felix Lück, Erzieher in der städtischen Kindertagesstätte „Käte Duncker“. Komplettiert wird der Beirat durch Vertreter der Stadt und des Stadtseniorenbeirates und nicht zuletzt durch Anwohner aus dem Stadtteil . Jüngste Aktion des Projektes war es, über 150 kleine Geschenketüten mit ein paar leckeren Rezeptideen, Pflanzensamen, etwas zum Spielen, Malen und Basteln im Viertel zu verteilen, farbige Deko-Eier sowie kleine Frühlings- und Ostergedichte auf bunt gestalteten Papiereiern an Sträucher und Bäume zu hängen. Bilder von Bastel- und Malwerken können per E-Mail an quartier.burg@awo-sachsenanhalt.de oder an 0170/3735 747 geschickt werden.

Mehr Sitzgelegenheiten werden gewünscht

 „Derzeit sind wir dabei, Sitzgelegenheiten zu beschaffen“, sagte Josephine Tetzner. Fehlende Möglichkeiten zum Ausruhen waren mehrmals bemängelt worden. Anwohner hat die AWO bei Stadtteilrundgängen und einer Fragebogenaktion in die Ideensuche einbezogen. Das Zusammenwachsen der Generationen war eines der wichtigsten Anliegen im mehrheitlich von älteren Menschen geprägten Stadtteil. „In der Tat haben wir viele junge Familien, die als Mieter hinzukommen“, sagte Bärbel Michael, Geschäftsführerin der Wobau. Sie schätzten die ruhige, gleichzeitig stadtnahe Lage.

Angebote für alle Generationen gedacht

Eine Überalterung sei nicht von Vorteil, da war sich die Runde einig. Es sollte Angebote für alle geben. Barrieren, wie beispielsweise hohe Bordsteinkanten, seien für ältere Menschen und junge Mütter mit Kinderwagen gleichermaßen ein Problem. Die teilweise „furchtbar schlechten Fußwege“ wurden als Herausforderung ausgemacht, die Idee einer Liste mit Barrieren kam auf. „Alt und Jung kann man auch mit Aktionen zusammenbringen“, schlug Teilhabemanagerin Silvia Müller vor. Das könnten ganz unterschiedliche Angebote sein, Vom Kräuter sammeln bis zum Fotografieren, von stricken und basteln bis zum Schrauben am Motorrad. „Wichtig ist es, direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, was sie sich wünschen, statt ihnen etwas überzustülpen“, betonte die Wobau-Geschäftsführerin.