Initiative erwartet Bahn-Votum

Biederitz (tra) l Mit einem Informationsblatt hat sich die Bürgerinitiative Lärmschutz Biederitz zu Beginn des Jahres an die Einwohner gewandt.

In dem Schreiben heißt es, dass das vergangene Jahr nur wenig von öffentlichkeitswirksamen und spektakulären Aktivitäten gekennzeichnet gewesen sei. Das bedeute jedoch nicht, dass die Arbeit in der Bürgerinitiative (BI) eingeschlafen sei. Man habe viel mit juristischen und fachlichen Argumentationen zu tun gehabt. Und die Arbeit des Vorstandes habe auch Hoffnung schöpfende Ergebnisse gezeitigt.

Neue Entscheidung zu Lärmschutz wird erwartet

Die BI hebt hervor, dass sie mit der Vermutung, dass das zur Planfeststellung gehörende Schallschutzgutachten fehlerhaft sei, recht gehabt habe. Ein neues, der Bahn abgerungenes Gutachten, enthalte völlig neue Ergebnisse.

Man sei erfolgreich gewesen, weil aus ehedem 39 Schutzfällen in der unmittelbaren Gleisnähe in der Deich- und in der Hainholzstraße nun 286 Schutzfälle geworden sind. Die Fläche haben sich auf Wohngebäude in der Ruthen-, der Stählfeld-, der Bahnhof-, der Herrenkrug und der Goethestraße sowie Zur Ehle ausgedehnt.

Das erbringe völlig neue Basiszahlen und Kostenannahmen, was für die Möglichkeit einer neuen Abwägung hinsichtlich des von der BI schon immer geforderten aktiven Lärmschutzes Hoffnung erwachsen lassen könnte.

Die BI erwartet in Kürze eine neue Entscheidung zu Art und Umfang des Lärmschutzes.

Der Biederitzer Ortschaftsrat hatte 2012 der Errichtung von Lärmschutzwänden wiederum zugestimmt, auch wenn die Schutzwände nach den neuerlichen Berechnungen nun eventuell noch höher und länger ausfallen sollten.