Lübs l Mit der Sanierung der Trauerhalle in Lübs wird ein langgehegter Wunsch der Ortschaft erfüllt. Bislang handelte es sich, salopp ausgedrückt, weniger um einen Ort des Abschiednehmens als um eine Garage.

Dach bereits erneuert

Sind Abriss und Neubau sinnvoller oder doch eine Sanierung des vorhandenen Gebäudes? Nach der Prüfung dieser Fragen wurde die Sanierung gewählt. Das Dach wurde bereits komplett erneuert, das Vordach ein bisschen herausgezogen, um mehr Schutz vor Niederschlägen zu bieten. Ebenfalls fertig gestellt ist schon die Zuwegung zur Trauerhalle. Früher holten sich Trauergäste bei nassem Wetter sehr schmutzige Schuhe. Damit ist nun Schluss.

„Bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, informierte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos). Vorausgesetzt, die Witterung lasse das zu. Zur Sanierung der Lübser Trauerhalle gehört zudem die Erneuerung des Außen- und Innenputzes sowie der Elektrik.

Damit seien die Trauerhallen auf allen kommunalen Friedhöfen der Einheitsgemeinde Gommern in einem ansprechbaren Zustand, sagte Helma Gens, zuständige Sachbearbeiterin in der Stadtverwaltung Gommern. In diesem Jahr sei unter anderem geplant, eine Urnengemeinschaftsanlage auf dem Dornburger Friedhof anzulegen.

Friedhofsgebühren

Im zweiten Halbjahr wird sich zudem der Stadtrat mit der überarbeiteten Friedhofbenutzungs- und Friedhofsgebührensatzung auseinandersetzen. Seit 2009 wurden die Gebühren nicht mehr angepasst. „Wir haben ein unabhängiges Büro beauftragt, die Kalkulation zu erstellen“, informierte Jens Hünerbein. Nach jetzigem Stand könnten einige Begräbnisarten künftig günstiger werden, andere dafür teurer. Die Entscheidung trifft letztlich der Stadtrat nach ausführlicher Diskussion.

Doppelkissen-Beerdigung

Neu in die Benutzungssatzung soll eine Doppelkissen-Beerdigung aufgenommen werden. Die Stadtverwaltung ist schon mehrfach mit dem Wunsch konfrontiert worden, dass Partner bei einer Urnenbestattung mit Kissenstein nebeneinander beigesetzt werden möchten. Das ist derzeit nicht möglich, aber mit der Doppelkissen-Beerdigung würde der Wunsch erfüllt werden können.

Während die Stadtverwaltung mit der Trauerhalle Lübs oder der energieeffizienten Umstellung der Straßenbeleuchtung in Wahlitz noch mit Projekten aus dem vergangenen Haushaltsjahr beschäftigt ist, werden längst auch die neuen Vorhaben 2019 vorbereitet. Da der Haushalt ohne Beanstandung genehmigt wurde, kann mit der Umsetzung begonnen werden. Ausgeschrieben wurde beispielsweise der Ausbau der Mühlenstraße in Leitzkau. Mit geschätzten Gesamtkosten von 406.000 Euro handelt es sich um eine der größten Investitionen in diesem Jahr. Auf die Leitzkauer kommen Ausbaubeiträge in Höhe von etwa 260.000 Euro zu.

Für die Sanierung der Schmutzwasserleitung in der Knickstraße und des Stückes Regenwasserkanal liegen der Stadt inzwischen die Kostenschätzungen vor. Diese sind, wie aufgrund der steigenden Baupreise zu befürchten war, höher als geplant ausgefallen. „Es wird in diesem Jahr definitiv gebaut“, kündigte Jens Hünerbein an. Die Finanzierung werde mit dem Eigenbetrieb Wasser & Abwasser geklärt.

Fahrstuhl für Grundschule „Am Weinberg“

Ausgeschrieben wird jetzt auch das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) für die Ortsfeuerwehr Karith. „Außerdem laufen jetzt auch die ersten Beratungen für den Anbau des Fahrstuhls in die Grundschule an“, setzte der Bürgermeister hinzu. Fahrstuhl und behindertengerechte Toilette in der ersten Etage soll die Grundschule komplett barrierefrei machen, so dass künftig auch Kinder mit Handicap unterrichtet werden können.

Fassade wird weiter saniert

Für das ursprünglich als Kindergarten erbaute und inwischen unter anderem als Senioren- und Demenz-WG genutzte Gebäude in der Albert-Schweitzer-Straße 12a bereitet die Wohnungsgesellschaft Gommern die Sanierung von Dach, Fenster und Fassade des zweiten Teils vor. Derzeit ist die eine Hälfte der Fassade modern und ansprechend gestaltet, während die andere Seite noch den grauen Plattenbau erkennen lässt.