Burg/Genthin l Die Christdemokraten im Jerichower Land sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Zwar mussten sie einen Absturz um rund zehn Prozent verkraften, sind aber dennoch wieder die stärkste Partei im Kreistag. Von 34,1 Prozent fiel die CDU auf 24,6 Prozent.

Einen klaren dritten Platz eroberte die AfD. Schon nach den ersten ausgezählten Wahllokalen lag die Partei mit rund 20 Prozent auf dem zweiten Rang, diesen behauptete sie fast den gesamten Abend. Schließlich verzeichneten die Rechtspopulisten 14,7 Prozent. Bei der Kreistagswahl vor fünf Jahren hatte die Partei noch keine Rolle gespielt.

Da war es wie auch in diesem Jahr die SPD, die sich direkt hinter der CDU platzieren konnte. Zwar war der Trend von Europawahl und Bremer Bürgerschaft auch im Jerichower Land zu verzeichnen – für die SPD ging es abwärts. Nach 21,2 Prozent bei der Kreistagswahl vor fünf Jahren reichte es diesmal nur zu 15,3 Prozent.

Richtig steil nach oben ging es bei der Kreistagswahl für die Wählergemeinschaft Fläming um Jens Hünerbein. Die WG steigerte sich von 1,3 auf 6,1 Prozent, mehr als das Vierfache.

Bei der Europawahl deutschlandweit der strahlende Sieger, reichte es für Bündnis 90/Die Grünen im Jerichower Land lediglich für einen fünften Platz. Allerdings verbesserten die Bündnisgrünen ihr Ergebnis von vor fünf Jahren von 5,5 auf sieben Prozent.

Die Linke musste sich mit dem vierten Platz begnügen, 2014 hatte es noch für das drittbeste Stimmergebnis gereicht. Die Partei bekam 13,7 Prozent, zuvor waren es 17,5 Prozent gewesen.

Zusammen betrachtet haben die Wählergruppen auch einen gehörigen Zuwachs zu verzeichnen. Vor fünf Jahren brachten sie es auf 13,1 Prozent, am gestrigen Sonntag erzielten sie 18 Prozent.

Markus Kurze holte die meisten Stimmen

Stand 0 Uhr hatte Markus Kurze (CDU) mit 3312 Stimmen am meisten abgesahnt. Jörg Rehbaum (SPD) holte 2703 Stimmen und Harald Bothe (FWG Jerichow) brachte es auf 2631. Auf Kerstin Auerbach (Die Linke) entfielen 2479 Stimmen und Jens Hünerbein (Wählergemeinschaft Fläming) bekam 2340.