Burg l Laga-Geschäftsführerin Sonnhild Noack war am Sonnabendabend rundum zufrieden: „Wir sind richtig stolz, Max Giesinger und Band nach Burg geholt zu haben. Wann bekommt man hier schon mal einen Star dieser Couleur hierher.“

Alles war auf die Vorstellung des Spitzenmusikers ausgerichtet: Sicherheitsvorkehrungen, das Catering und natürlich auch die Stimmung. Schon Stunden vor dem geplanten Beginn um 19 Uhr standen die Gäste und Fans teilweise in Dreierreihen an den Eingängen zum Veranstaltungsgelände. Ein Mitarbeiter des PKS-Sicherheitsdienstes war erstaunt: „Solch einen Ansturm hatten wir noch nie, allein bei meiner Tür waren es innerhalb einer Stunde 2300 Besucher.“

Großer Andrang

Außer dem Standard-Einlassverfahren mit dem Scannen der Tickets und dem Kleben der Bänder kamen noch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen hinzu. „Die Leute wissen ja mittlerweile, was sie zu einem Konzert mitnehmen dürfen und was nicht“, sagte PKS-Einsatzleiter Nico Kannenberg der Volksstimme. Konsequent wurden jede Art von Glasflaschen bis hin zum kleinsten Parfüm-Fläschchen aus Handtaschen und Rucksäcken aussortiert. Auch Polizei und die Ordnungsdienste von Stadt und Landkreis waren präsent, verfolgten mit wachen Augen die Veranstaltung. „Es gibt ja Erfahrungswerte zu solchen größeren Konzerten, und dementsprechend passen wir die Anzahl der Ordnungskräfte an“, sagte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes des Landkreises.

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Nach und nach füllten sich die Flächen rund um die Hauptbühne, ließen dem Rasen keine Chance. Ganz Burg war im Max-Giesinger-Fieber. Teilweise reisten Fans schon am Nachmittag an und machten es sich mit Decken unter den Parkbäumen bequem, ganz Hartgesottene standen auch schon zwei Stunden vorher am Absperrgitter.

Gabi Eggert aus Burg ist von dem Sänger angetan: „Ich war auf Sylt, und da sehe ich doch tatsächlich Max Giesinger, wie er dort spazieren geht, und die Leute wollten unbedingt ein Selfie mit ihm machen.“ Sie fand die Art toll, wie er mit den Fans umging, „so ganz locker und entspannt gab er Autogramme.“ Und, hebt sie hervor: „Er hatte keine Bodyguards dabei – einer wie du und ich.“ Sie freute riesig auf den Auftritt des Musikers und war begeistert, dass er in Burg spielt.

Großer Ansturm

Eigentlich sollten um punkt 19 Uhr die ersten Klänge durch den Goethepark hallen, doch der Ansturm auf das Konzert war zu gewaltig. Kurzerhand entschied man, etwas später zu beginnen. Das steigerte das Verlangen der Fans nach ihrem Star umso mehr. Pfiffe, Jubel, aufwallende Sprechchöre, spitze Schreie – „Maaax, Maaax.“ Große Show im kleinen Burg.

Der Vorhang fiel – die Fans tobten. Max Giesinger, ganz in seinem Element, riss augenblicklich die Stimmung an sich, setze Riffs und Stimme in Richtung Publikum und nahm ab der ersten Sekunde die Fans mit auf eine Tour durch seine musikalischen Momente. Mal rockig, mal melancholisch, Giesinger traf mit wirklich jedem Lied den Nerv: Giesinger ist keiner, der sich feiern lässt, er feiert zusammen mit seinen Fans. Seine Musik läuft kein bisschen routiniert ab, wirkt nicht aufgesetzt oder künstlich. Es sind Augenblicke von Authentizität, Bodenständigkeit und viel Lebendigkeit.

Auch die Ablauf des Konzerts erweist sich als mitreißend. Treibende Rhythmen, flottes Tempo, viel Mitmach-Potenzial wechseln sich mit Balladen ab. Augen- und Ohrenschmaus in Reinform. „Mir gefällt, dass er nicht nur spielt, sondern sich mit uns unterhält“, so Stefan Voß. „Das hat was von Familie, auch wenn alles natürlich ein wenig größer ist“, sagt er.

Burg hat Giesinger gefunden und Giesinger Burg. An dem Abend leuchteten die Herzen und Augen der Fans, auch Giesinger beeindruckte sichtlich die Stimmung im Goethepark. „Wenn wir uns begegnen, dann leuchten wir auf wie Kometen …“ singt Giesinger.

Recht hat er.