Möckern l Ganz überraschend kam das nicht: Die Freiwillige Ortsfeuerwehr Tryppehna hat am Sonnabend zum dritten Mal in Folge den Kreisleistungsvergleich der Feuerwehren im Jerichower Land gewonnen und kann den Wanderpokal des Landkreises jetzt für immer mit nach Hause nehmen. Auch die Frauenmannschaft von Vehlitz hatte bei dem „Löschangriff Nass“ auf dem Reitplatz Möckern die Chance gehabt, dem Wanderpokal ein festes Zuhause in Vehlitz zu geben, musste sich aber gegen das Frauenteam aus Loburg geschlagen geben.

Knappes Ergebnis

„Wer dreimal hintereinander oder fünfmal mit Unterbrechungen bei dem Wettkampf siegt, darf den Wanderpokal ganz mit nach Hause nehmen“, erklärte Wettkampfleiter Steffen Taut vom Kreisfeuerwehrverband am Sonnabend. Das Team aus Tryppehna, das in der Vergangenheit bundesweit sehr gute Leistungen im Feuerwehrsport abgeliefert hat, nahm die Herausforderung nur zu gerne an. „Es ist aber dann doch ganz schön knapp gewesen. Schartau war sehr stark“, räumt Tryppehnas Wehrleiter David Friedrich ein.

Bei den Feuerwehrfrauen hatten die Vehlitzerinnen im Gegensatz zum Vorjahr Konkurrenz aus Loburg bekommen. Steffen Taut freute sich, dass dadurch wieder Spannung in die Frauenwettkämpfe komme. Die Loburgerinnen waren in ihrem besten Lauf fünf Sekunden schneller als die Vorjahressiegerinnen. Für Außenstehende mögen solche Zeitunterschiede gering sein. Kreisvorstand Bernd Girke vom Landkreis konnte angesichts der Bestzeiten vom Sonntag nur den Kopf schütteln: „Als wir noch jung waren, da waren wir stolz, wenn wir Zeiten von einer Minute hatten.“ Heute könnten die Kameraden auf ganz andere Pumpen setzen, hätten andere Taktiken und Materialien. „Und sicher waren auch die per Hand gestoppten Zeiten damals nicht immer ganz zuverlässig“, so Girke weiter.

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Beteiligung schwächer

Mit 13 Mannschaften lag die Beteiligung in diesem Jahr knapp unter der des Vorjahres. Wettkampfleiter Steffen Taut zeigte sich „relativ zufrieden“, wünschte sich aber wie Bernd Girke und Landrat Steffen Burchhardt (SPD) und noch was, dass mehr Wehren des Landkreises die Möglichkeit des sportlichen und kameradschaftlichen Zusammenhalts wahrnehmen. Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly nannte es „den Beitrag der Stadt Möckern zum Kameradschaftsgefühl“, dass auch in diesem Jahr wieder Möckern mit seiner Feuerwehr den Platz zur Verfügung gestellt und hergerichtet habe. Auffällig bleibt, dass von den 13 Mannschaften allein sieben Ortsfeuerwehren aus der Einheitsgemeinde Möckern stammten.

Normalerweise qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten des Wettkampfes für die Landesausscheide. Diese finden aber nur alle zwei Jahre statt, letztmals im Jahr 2017.