Loburg l Etwa acht bis zehn Händler bieten im Durchschnitt hier ihre Waren an. Das war zu Beginn des Marktes noch anders, erinnert sich Hauptamtsleiter Holger Maier. „1991/92 hat das Markttreiben begonnen. Da gab es keinen freien Platz mehr. Es war rappelvoll.“ Das war eine Folge dessen, dass sich mit der politischen Wende in Deutschland viele Händler neu orientieren mussten.

Marktordnung

Schon mit dem ersten Wochenmarkt gab es eine Marktordnung, damals noch die der Stadt Loburg. Vieles davon hat auch noch heute in der Wochenmarkt-Satzung der Stadt Möckern Bestand. So müssen sich beispielsweise die zum Verkauf gestellten Waren in einem einwandfreien Zustand befinden. Die angebotenen Waren müssen mit gut sichtbaren Preisschildern versehen sein, sofern an dem Verkaufsstand nicht ein gut lesbares Preisverzeichnis angebracht ist. Jeder Marktbezieher ist für die Sauberkeit seines Standplatzes verantwortlich. Personen, die an ansteckenden Krankheiten, Wunden oder Ausschlag leiden, dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht im Marktverkehr tätig sein.

Stammanbieter

Seit über 20 Jahren ist Bauer Weiß aus Zerbst mit einem großen Gemüsestand vor Ort. Viele Stammkunden, nicht nur aus Loburg, steuern an jedem Markttag diesen Stand an. „Es war aber schon mal mehr. Die Tendenz ist rückläufig“, macht Verkäuferin Eveline Wendt deutlich. Die „Renner“ in den vergangenen Wochen waren Erdbeeren und Spargel. Aktuell sind es Einleger, grüne Bohnen und neue Kartoffeln. Eveline Wendt: „Spargel, Äpfel und Kirschen erhalten wir von Anbietern aus der Region. Alles andere kommt aus dem eigenen Anbau.“

Bilder

Seit rund 15 Jahren gehört „Fisch und Feinkost“ aus Schönebeck zum Loburger Wochenmarkt dazu. Alle zwei Wochen ist der Verkaufsstand im Wechsel mit dem Zerbster Markt ein beliebter Anlaufpunkt bei den Kunden. „Hier sind alles nette Kunden. Ganz besonders beliebt sind Bratheringe, mit Liebe gemachte Fischbrötchen und Räucherware“, freut sich Verkäuferin Ute Knabe.

Die Angebotspalette bereichern unter anderem auch Bekleidungsstände, die Fleischerei Kraus aus Parchen und neu die Landbäckerei Hinze aus Ziesar.

Bedauert wird von vielen, dass es keine Hähnchen mehr gibt und der „Käsemann“ nicht mehr kommt. Das bestätigt auch Astrid Kapic aus Loburg. „Die Hähnchen fehlen schon sehr.“ Auch Ralf Lorenz aus Loburg findet das Markttreiben gut. „Hier kann man auch mal ein Schwätzchen machen.“ Immer dabei ist seine Hündin Tina. „Sie ist der schönste Hund von Loburg“, versichert der stolze Hundehalter.

Der Wochenmarkt bietet für die Bürger eine gelungene Ergänzung, vor allem an Frischwaren, zu den anderen Verkaufsläden in Loburg und Umgebung. Ohne ihn würde Loburg wohl etwas fehlen.