Burg (vs) l In ganz Deutschland hatten am Sonntag die Vorbereitungen auf das Sturmtief „Sabine“ begonnen. Mit orkanartigen Böen sollte sich das Tief von Richtung Westen über das Land ausbreiten. Vorsichtshalber stellte die Bahn ihren Betrieb ein, zunächst den Fern-, am späteren Abend auch den Regionalverkehr.

Mehrere Feuerwehren waren im Jerichower Land seit Sonntagnachmittag und auch noch am Montag wegen des Sturms im Einsatz. Die Gemeindefeuerwehren Jerichow, Möser, Biederitz, Möckern, Gommern, Genthin und Burg mussten mit ihren Ortsfeuerwehren zu insgesamt mehr als 20 Einsätzen ausrücken. Dabei handelte es sich zumeist um umgestürzte Bäume, die beiseitegeräumt werden mussten, außerdem um einen umgestürzten Strommast und auch ein abgeknicktes Straßenschild.

Die Stadt Burg kam glimpflich davon. Im Bereich eines neuen geplanten Parkplatzes bei den Küchenmöbeln konnte eine Schwarzkiefer den Böen nicht standhalten und musste am Montagvormittag zerkleinert werden. Auch im Stadtwald stürzte eine Kiefer auf ein Gatter. „Unser Einsatz hielt sich insgesamt in Grenzen“, sagte Bauhof-Chef Horst Pötter. Am Nachmittag dann wurde die Feuerwehr alarmiert, weil in der Waldschule Detershagen Bäume umgestürzt waren.

Im Bereich Möckern beispielsweise rückten die Feuerwehren Hohenziatz und Lübars zur Beseitigung von Bäumen auf der Straße zwischen Hohenziatz und Lübars aus. Die Feuerwehr Wüstenjerichow räumte einen umgefallenen Baum am Dorfteich weg, und in Riesdorf riss der Wind ein Telefonkabel vom Mast.

Kein Fährverkehr nach Rogätz

Der Sturm Sabine hat auch in der Klosteranlage Jerichow Schaden angerichtet. So verbog sich eine der Turmkugeln am linken Turm der Klosterkirche. Auf dem Domänenhof wurden an mehreren Gebäuden Ziegel abgedeckt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Klostermitarbeiter nahmen die Sicherung der einzelnen Schadensstellen vor.

Zwar normalisierte sich der Zugverkehr am Montag wieder, der RE 1 zwischen Magdeburg und Berlin über Burg und Genthin rollte zwar wieder, wer allerdings eine komfortablere Verbindung nutzen wollte, hatte am Nachmittag beispielsweise Pech, weil der IC von Magdeburg in die Hauptstadt nicht fuhr.

Ebenfalls nicht unterwegs war wegen des stürmischen Wetters die Elbfähre nach Rogätz. Sie wurde auch am Montag noch nicht wieder eingesetzt.