Burg l Beim traditionellen Osterfeuer am Sonnabendabend trafen sich bei Livemusik auf den Kolkwiesen Hunderte feierbegeisterte Burger. Mit Brandpfeilen entzündeten Bogenschützen um die „Burgfalken“-Truppe spektakulär die durchgetrocknete Holzpyramide.

Eine Burger Tradition

Es liegt wohl am Veranstaltungsort: Während anderswo Osterfeuer im Jerichower Land nur unter Auflagen entzündet werden durften oder gar abgesagt werden mussten, erlebten die Burger ihr großes Osterfeuer. „Nachdem wir im letzten Jahr hier nicht feiern durften, freuen wir uns umso mehr“, sagte Initiator Andreas Scheffler. Hier auf den Kolkwiesen werde schon seit Jahr und Tag das Osterfeuer entzündet, so Scheffler, „das ist eine Burger Tradition“. So staunten die Gäste, als die „Burgfalken“ mit brennenden Pfeilen das lose aufgeschichtete Holz in Brand schossen. Die Burgfalken sind ein loser Zusammenschluss von Bogenschützen, die sich dem traditionellen Bogenschießen verpflichtet haben.

Live-Musik und heiße Pfeile

Einer der Burgfalken, Hartmut Heinrich, erläutert: „Das heißt, wir schießen mit Langbögen aus Holz und zielen über den eingelegten Pfeil in das Ziel.“ Das Brandpfeilschießen sei immer eine besondere Attraktion und für die Schützen eine große Herausforderung, „weil die Bedingungen stimmen müssen.“ Und die passten am Sonnabend in jeder Hinsicht: Trockenes sonniges Wetter, dazu Musik und ganz viel gute Laune. Und dabei setzten die Veranstalter um Andreas Scheffler auch in diesem Jahr auf Live-Musik. Populäres von „Mr. Mosquito“ Norman Mücke wechselte mit Liedern aus der Konserve durch Scheffler selbst.

Bilder

Später nuschelte noch „Mister Panik“, Sirko Sobiechowski, in Udo-Lindenberg-Manier und machte auf der Bühne den Mikrofon-Schleudertest. „Richtig super“, freute sich Besucherin Daniela Lumm. Den gesamten Abend strömten die Gäste zum Kolk.