33-jähriger in Lebensgefahr Streit in Burg eskaliert: Polizist schießt auf Angreifer und verletzt ihn schwer
In Burg hat am Donnerstagabend bei einem Polizeieinsatz ein Beamter einen 33-jährigen Deutschen angeschossen und schwer verletzt. Der Mann hatte die Polizei zuvor mit Pfefferspray attackiert und mit einem Messer bedroht.

Burg - In Burg im Jerichower Land hat die Polizei am Donnerstagabend (28. August 2025) von der Schusswaffe Gebrauch gemacht und einen Angreifer lebensgefährlich verletzt, bestätigte in der Nacht eine Sprecherin der Polizeiinspektion Stendal. Inzwischen sind auch Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt geworden.
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Der Polizeieinsatz habe sich bereits gegen 18 Uhr im Marienweg in Burg ereignet. Seinen Ursprung nahm er aber bereits eine halbe Stunde vorher in der Bahnhofsunterführung am Bahnhof.
Polizei schießt in Burg: Mann und Ehepaar geraten in Streit
Aus bisher noch ungeklärter Ursache gerieten dort der 33-Jährige und ein Ehepaar (beide 66 Jahre) in Streit. Der Mann soll die beiden auch körperlich angegriffen haben. Sie alarmierten die Polizei.
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung soll es einer Polizeistreife gelungen sein, den Verdächtigen im Bereich des Marienweges anzutreffen und ihn auch anzusprechen, wie es weiter heißt. Dann eskalierte die Situation.
Der Mann reagierte unmittelbar mit einem Angriff durch sein mitgeführtes Pfefferspray und drohte mit einem Messer, woraufhin einer der Polizisten die Schusswaffe nutzte und den Angreifer traf.
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Dieser befindet sich in intensivmedizinischer Betreuung und sei in einem kritischen Zustand, hieß es weiter. Bei dem Angriff seien auch vier Polizeibeamte verletzt worden.
Die Polizisten sprachen eine vorläufige Festnahme aus. Die Ermittlungen hat, wie in solchen Fällen üblich, eine andere Polizeibehörde übernommen. In dem Fall übernahm der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Magdeburg die Untersuchung.
Streit eskaliert in Burg: Mann rastet aus und attackiert Polizei
Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Routinemäßig werde auch gegen den Polizisten nach der Schussabgabe ein Verfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet, wie die Polizeiinspektion Stendal erklärt.
Bei den Ermittlungen soll geprüft werden, ob die Schussabgabe rechtmäßig war.