Burg l Die Burger Schwimmhalle wird vor Beginn der Sanierungsarbeiten nicht mehr ihre Türen öffnen. Das erklärte Stadt-Pressesprecher Bernhard Ruth auf Nachfrage der Volksstimme. Zahlreiche Leser haben in den vergangenen Tagen auf Grund der Corona-Lockerungen in der Redaktion nachgefragt, ob noch einmal ein kurzzeitiger Badespaß ermöglicht werde. Laut Ruth mache es auch betriebswirtschaftlich keinen Sinn, die Anlagen in der Halle für möglicherweise ein oder zwei Wochen hochzufahren. Zudem werde bereits in den kommenden Wochen mit den ersten Räumarbeiten begonnen, ehe die entsprechenden Fachfirmen Mitte Juli Hand anlegen. Es gebe keine erneute Verschiebung des Zeitplans. Die Sportvereine und -gruppen seien darüber informiert, dass die Halle nun für einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehe, sagte Ruth.

Die Erneuerung der Schwimmhalle ist mit mehr als neun Millionen Euro die größte städtische Investition in den kommenden Jahren und auch im Haushalt des Landes wegen der Fördermittel verankert. Die Arbeiten erstrecken sich mindestens bis Frühjahr 2022. Die lange Zeitspanne ist deshalb notwendig, weil nahezu alle Bereiche des Hauses saniert werden – angefangen von der Gebäudehülle bis zu einer neuen Lüftungstechnik und Wasseraufbereitung. Darüber hinaus sind neue Beckenauskleidungen aus Edelstahl, Schwimmbecken auf einer Ebene, Duscheinheiten mit elektronischen Armaturen, zeitgemäße Ankleiden, Fußbodenheizungen und moderne Belüftungstechnik vorgesehen. Auch die komplette Heiztechnik wird ausgetauscht. Außerdem soll eine Sauna mit Freibereich möglichst viele Besucher auch aus dem Umland in die Kreisstadt locken, so Ruth. „Deshalb bitten wir um Verständnis, dass diese Arbeiten ihre Zeit benötigen. Es wird sich aber für Freizeit- wie auch Sportschwimmer und Sauna-freunde lohnen.“

Unklarheit bei Tourist-Info und Bibliothek

Unklar ist bislang, wann die Tourist-Information im Bahnhofsgebäude und die Stadtbibliothek „Brigitte Reimann“ in der Berliner Straße wieder aufgesucht werden können. Auch dazu gab es bereits Leseranfragen. Vor allem für die Bibliothek gestalte sich die Umsetzung eines erforderlichen Hygienekonzeptes unter anderem wegen der engen Gänge schwierig, so Ruth.

Er verweist zudem darauf, dass die Ämter in der Alten Kaserne 2 wieder zu normalen Sprechzeiten erreichbar sind und auch der Schichtdienst innerhalb der Verwaltung aufgehoben wurde. Es sei trotzdem ratsam, bei Anliegen telefonisch oder per Mail einen Termin zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden.