Burg l Der erste Unterschied zum gewohnten Schulalltag fällt schon beim Betreten des Schulgeländes auf: Überall dort herrscht Maskenpflicht. „Das mussten wir machen, weil sonst die Klassen zum Beispiel auch in den Pausen nur im Klassenverband draußen verbringen könnten. Das ist bei 34 Klassen einfach nicht umsetzbar“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Dr. Uwe Wohlan. So sieht man bei Schuljahresbeginn zunächst einmal bedeckt statt neugierige oder strahlende Gesichter.

Der Beginn der Zeit in der weiterführenden Schule ist im Leben eines Kindes etwas Besonderes, eine aufregende Etappe im Leben beginnt, in der sich für die Kinder vieles verändern wird. Deswegen wird dieser Übergang an das Roland-Gymnasium immer gebührend gewürdigt. Dies bestätigt auch der Schulleiter Thomas Dreher: „Schüler unserer Oberstufe haben eine Umfrage gemacht, woran sich die Schüler in der Zeit bei uns besonders erinnern konnten. Und die meisten antworteten, dass es die Begrüßungsveranstaltung gewesen sei, wie sie zum ersten Mal in die Aula gekommen sind und den Blick von hier oben über das Schulgelände warfen. Wir wollten nicht, dass dieses Gefühl unseren neuen fünften Klassen in diesem Jahr verloren geht. Deswegen sollte die Begrüßungsveranstaltung unbedingt stattfinden, auch wenn vieles wegen der Auflagen zum beachtet werden musste."

Begrüßung in drei Etappen

Statt wie üblich alle neuen Fünftklässler in der Aula willkommen zu heißen, wurde die Veranstaltung in drei Etappen aufgeteilt. In den ersten beiden wurden die Klassen 5.1 und 5.2. begrüßt, dann waren die Klassen 5.3 und 5.4 an der Reihe und letztendlich auch Klasse 5.5. Schüler, Lehrkräfte und deren Begleitpersonen mussten Mund-Nasen-Schutz tragen, lediglich für die sechsten Klassen, die eine humorvolle Aufführung für die Neulinge eingeübt hatten, konnten für die Dauer des Stücks kurz darauf verzichten. Nach der Vorführung und der Begrüßung durch den Schulleiter traten die neuen Fünftklässler dann zusammen mit ihrer jeweiligen für ihre Klasse zuständigen Lehrkraft den Weg ins neue Klassenzimmer an. Erst Kontakte zwischen den Schülern wurden geschlossen, denn auch wenn sich einige Kinder durch die Grundschule schon kannten, muss das Klassengefüge erst einmal wieder neu gebildet werden.

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„Die Vorbereitungen für die Veranstaltung waren schon recht stressig“, berichtet Kerstin Lehmann, Lehrerin und Programmverantwortliche. „Wir hatten vor den Sommerferien keine Projektwoche und die Schüler haben die Aufführung in kleinen Gruppen eingeübt, das war schon deutlich schwieriger als sonst.“ Die Sechstklässler hatten es sich nicht nehmen lassen wollen, etwas für die Jüngeren einzustudieren, waren sie ja ein Jahr zuvor auch auf diese Weise begrüßt worden. Einen Ausfall der Begrüßungsveranstaltung hätten sie wie der Schulleiter bedauerlich gefunden. „Lieber so mit den einzelnen Klassen und den Masken, als keine Begrüßung“, so Kerstin Lehmann.

Viele neue Eindrücke verarbeiten

Trotz der Regelungen, auf die Aushänge und Schilder in der Schule versuchten sich Eltern und Kinder die Stimmung des besonderen Tages nicht trüben zu lassen. „Es ist ja wirklich ein aufregender Tag für die Kinder. Einige kommen von kleinen Dorfschulen mit gerade mal vier Klassen nun auf ein Gymnasium mit fast 800 Schülern. Das müssen sie alles kennenlernen und die vielen Eindrücke verarbeiten.“ Auch Schulleiter Dreher merkte an, dass die Aufregung in der Aula spürbar sei. „Das ist heute ja sozusagen eure zweite Einschulung, nach der ihr jetzt den Weg zum Abitur antreten werdet."