Burg l „Ich will den Boxsport in der Region wieder etablieren“, sagt Trainer Ernst Patze. Dass er auf einem guten Weg dorthin ist, beweist der zweite Stand-up-Supercup als Boxabend in der Burger Stadthalle. Den Kampf des Tages absolvierte Patzes Vorzeigeathlet Fidan Gashi. Gegen Junioren-Weltmeister Theo Krechlok vom 1. BC Altmark Stendal zeigte der 19-Jährige, was er bei Patze und seinem Vorgänger Karsten Weisheit gelernt hat.

In einem technisch hochklassigen Fight kämpften die Kontrahenten drei Runden lang auf Augenhöhe. Am Ende lag Krechlok knapp vorn. Deutlich überlegen war indes Vinay Schröder im letzten Kampf des Abends gegen den Hannoveraner Omidi Fershad. Der Burger spielte seine Überlegenheit so deutlich aus, dass Fershads Trainer in der dritten Runde das Handtuch warf.

Ringsprecher Michael Grothe aus Magdeburg sprach von einer großartigen Stimmung rund um den Boxring. Cheforganisatorin und Stand-up-Erfinderin Kati Fischer sagte: „Wir haben drei Stunden gebraucht, um diesen Ring hier aufzustellen.“

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Stand up (deutsch: aufstehen) ist ein knapp zehn Jahre altes Projekt unter der Überschrift „Boxen für ein gewaltfreies Miteinander“. Fischer kümmerte sich mit Boxtrainer Karsten Weisheit um Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen und gesellschaftlichen Schichten. Vor anderthalb Jahren hat Weisheit an Patze übergeben – Sonnabend saß er im Publikum: „Es ist ein fantastisches Gefühl, den Jungs hier zuzusehen.“

Box-Weltmeister

Im Publikum saß auch Robert Stieglitz. Der frühere WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht aus dem Magdeburger SES-Boxstall kam in der Pause für ein Foto mit einigen Burger Talenten auf die Bühne. Er sagte: „Was aus dem Projekt geworden ist, kann sich sehen lassen.“

Gesehen hat Stieglitz einige tolle Kämpfe, unter anderem mit Mehmed Güler, Bernarda Scharf, Akam Azad Ahmad, Alec Luca Werner und Dustin Litsche. Und er sah das Trainergespann Patze und Uwe Pabst, das mächtig viel zu tun hatte und mit vier Siegen seiner Schützlinge für die Top-Vorbereitung belohnt wurde.