Möckerns Platz im Fläming

Tourismusverband bringt neue Broschüre mit Kapitel über die Ehlestadt heraus

Möckern gehört geografisch zu den Ausläufern des Flämings, und nicht nur das: Die Stadt ist zudem Mitglied im Tourismusverband Fläming.Dieser Tourismusverband bereitet sich derzeit darauf vor, wieder Touristen in der Reiseregion zu empfangen.

Von Stephen Zechendorf
Der bekennende Fläming-Fan und Stadtbürgermeister Frank von Holly mit der amtierenden Flämingkönigin Dörte Breidenbach bei einer Veranstaltung in der Stadthalle Möckern.
Der bekennende Fläming-Fan und Stadtbürgermeister Frank von Holly mit der amtierenden Flämingkönigin Dörte Breidenbach bei einer Veranstaltung in der Stadthalle Möckern. Fotos (2/1): Stephen Zechendorf/Verband

Möckern - „Die Touristiker:innen der Reiseregion Fläming warteten hoffnungsvoll auf Öffnungsperspektiven und den Startschuss für die Saison 2021“, heißt es in einer genderkonformen Pressemitteilung des Verbandes. Denn seit dieser Woche sei klar: Ab 21. Mai wird Gastgeben in der Region vor den Toren Berlins wieder möglich, sofern der Inzidenzwert stabil unter 100 bleibt.

„Hinter verschlossenen Türen wurden in den letzten Wochen viele neue und coronakonforme Angebote entwickelt“, so Verbandssprecherin Catharina Weisser. Der Tourismusverband Fläming hat in diesem Zusammenhang im März dieses Jahres eine Neuauflage des Reiseplaners „Einfach mal raus!“ herausgebracht.

Der Reiseplaner bietet auf 84 Seiten Inspiration und konkrete Touren für Tagesausflüge, Wochenendtrips und Kurzreisen nach dem Baukastenprinzip. Die Leser können Vorschläge entweder eins zu eins umsetzen oder sich die Angebote heraussuchen, die zu ihrem Ausflug passen.

Den Reiseplaner gibt es gedruckt und online auf der Verbandshomepage, sowie demnächst auch bei Facebook. Eine Marketingkampagne für Berlin und Brandenburg sowie Tagungsangebote für Kleingruppen unter freiem Himmel - initiiert vom Kreativnetzwerk FlämingSchmiede - sollen Gäste in die Region locken.

Und was bitte hat das alles mit Möckern zu tun? Ganz einfach. In besagtem „Reiseplaner“ ist auch ein Kapitel über die Stadt Möckern enthalten.

Verfasst hat den Artikel die Reisebloggerin Laura Schneider im Auftrag des Tourismusverbandes. Laura Schneider ist „Flämingbotschafterin“ aus Treuenbrietzen und betreibt den Blog www.herzanhirn.de

Ihr Möckern-Porträt trägt den Titel „Viel Raum für Entdeckungen“. In wenigen Worten werden die Heimchensteine bei Lübars, der Museumsbahnhof Magdeburgerforth und das Schloss Möckern samt Park vorgestellt. Danach geht es nach Wallwitz auf den Röhlschen Hof und nach Loburg zum Barby-Rittergut. Erwähnung finden auch die drei kommunalen Freibäder der Einheitsgemeinde.

Stadt ist seit 2015 Mitglied im Verband

Der Tourismusverband, der seine Zielgruppe vor allem im Ballungsraum Berlin findet, die im nahe gelegenen Fläming etwas erleben wollen, möchte künftig noch mehr auch den Westfläming in Richtung Sachsen-Anhalt bekannter machen.

„Wir haben die weiter weg gelegenen Orte im Fokus und wollen sie mehr mitnehmen“, sagt Catharina Weisser. Man wolle den Sachsen-Anhaltischen Teil des Flämings noch besser in das Netzwerk einbinden. Natürlich habe Corona allen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Allerdings hätten die ausflugswilligen Berliner und Potsdamer auch gemerkt: Je weiter raus sie fahren, umso weniger andere Touristen drängen sich im Fläming. Das könnte sich als Chance für Möckern am Rande des Flämingausläufers entpuppen.

Im Jahr 2015 hatte der Stadtrat Möckern beschlossen, Mitglied im Tourismusverband Fläming zu werden. Von der Mitgliedschaft versprach man sich eine bessere Außenwerbung für die Einheitsgemeinde, die Teil des westlichen Flämingausläufers ist. Der Verband übernimmt Werbeaktionen auf Tourismusmessen, auch wird die Stadt Möckern in Kataloge und Internetauftritte aufgenommen.

Social-Media-Projekt „Flämingbotschafter“

Allerdings müssen sich Anbieter von touristischen Leistungen aktiv selbst beim Verband melden, wenn sie sich im Netzwerk wiederfinden wollen, betont Verbandsgeschäftsführer Sebastian Menzel schon vor einem Jahr. Wer sich kostenfrei in die virtuellen Karten einpflegen lassen möchte, muss in Kontakt mit dem Flämingverband treten.

Benötigt werden Text- und Bildmaterialien. Auch anstehende Kulturveranstaltungen können im Kalender des Verbandes eingetragen werden. „Möckern soll sich noch mehr bewusst machen, dass es zum Fläming gehört“, ermunterte Menzel vor einem Jahr, als eine weitere Aktion vorgestellt worden war: Mit der Social-Media-Aktion #Flämingbotschafter können sich auch die Bewohner der Einheitsgemeinde Möckern aktiv in die werbewirksame Vorstellung ihrer Heimat einbringen. #Flämingbotschafter ist ein regionales Social-Media-Projekt, bei dem auf Instagram hochgeladene Fotos aus dem Fläming Lust auf einen Besuch der Region machen sollen. „Jeder kann den Hashtag ,Fläming’ nutzen. Wenn uns spezielle Beiträge auffallen, die besonders gut zum Fläming passen, sprechen wir die User an“, so Menzel. Aktuell zeigen auf Instagram zwischen 15 und 18 Leute ihre Lieblingsplätze. „Aus Möckern ist bislang noch niemand mit dabei“, so Catharina Weisser.