Burg l Manch kleiner Weg wird in Burg und den sechs Dörfern jetzt besonders gut ausgeleuchtet. Zu diesem Schluss kommen zahlreiche Ortschaftsräte, nachdem die Leuchtköpfe der herkömmlichen Straßenlampen durch die Stadtwerke Energienetze auf modernste LED-Technik umgerüstet wurden. „Das war eine richtige Entscheidung“, konstatierte beispielsweise noch vor wenigen Tagen der scheidende Ortsrat von Schartau, Kersten Schumacher. Auch Niegripps Ortsbürgermeister Karl-Heinz Summa ist zufrieden, wenn der Gemeinde in der Dämmerung ein angenehmes Licht aufgeht. „Es ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

Aktion noch nicht beendet

Die Stadtwerke sind mit ihrer Umrüstaktion noch nicht am Ende, aber auf einem guten Weg. Das versicherte Beleuchtungs-Projektleiter Robert Feldberg jetzt den Mitgliedern des städtischen Bau- und Umweltausschusses. Von insgesamt 4000 Leuchtpunkten in der Stadt Burg seien in den zurückliegenden knapp zwei Jahren mehr als 2600 umgerüstet worden. „Bei den jeweiligen Arbeiten wurden auch gleich kleinere Mängel oder Kabelschäden mit repariert“, sagte Feldberg. Ausnahmen seien das Sanierungsgebiet der Altstadt und besondere Leuchten, die sich nicht in kommunalem Eigentum befinden, wie beispielsweise in Burg-Süd. Ziel ist es, die Umrüstungen im kommenden Jahr abzuschließen.

Standsicherheit als nächstes dran

„Das werden wir auch schaffen“, versicherte Feldberg. Zugleich wolle sich das Unternehmen verstärkt der Werterhaltung und Standsicherheit der jeweiligen Lampen widmen. Ein Punkt, den auch die Ausschussmitglieder unterstützten. Dr. Bernd Hennig (CDU) machte deutlich, dass zahlreiche Lampen, unter anderem in der Siedlung oder am Ring, seit langer Zeit eine Schieflage hätten „und nichts passiert. Es ist ganz wichtig, dass in dieser Hinsicht bald gehandelt wird, bevor die eine oder Lampe einmal richtig kippt“, sagte Hennig.

Die jeweiligen Fälle seien den Stadtwerken bekannt. „Wir haben aber bewusst den Schwerpunkt zuerst auf die neuen LED-Köpfe gelegt und widmen uns jetzt verstärkt den Lampenkörpern“, betonte Feldberg.

Nach mehreren Variantenvergleichen und Diskussionen hat sich der Bauausschuss auch auf den Leuchttyp im Sanierungsgebiet mit den 1550 Lampen geeinigt.

Mit Plexiglas umschlossen

So sollen in Burgs Zentrum die typischen Altstadtleuchten für ausreichend Helligkeit sorgen. Der Leuchtpunkt sollte dabei mit Plexiglas, was möglichst lange hält, umschlossen sein. Diese Empfehlung gaben auch die Stadtwerke, weil Leuchten ohne Glas stark zu Verschmutzungen neigen und das Licht oftmals stark blendet. Zwar sei der Werterhaltungsaufwand mit Glas höher, „aber das nehmen wir in Kauf“, sagte Feldberg. Die Stadt zahle ohnehin eine feste Lichtpunktpauschale.

Die Stadt hatte vor zwei Jahren die Straßenlampen per Vertrag in die Hände der Stadtwerke gegeben, die auch die Störungsmeldungen entgegen nehmen. Im vergangenen Jahr waren es rund 300 Meldungen. Dem Vertrag war ein Probelauf mit Lampen in der Burger Friedenstraße vorausgegangen sowie ein Pilotprojekt von 2014 bis 2017 mit rund 800 Lampen in der Siedlung-Ost, Gütter sowie im Industrie- und Gewerbepark. Auch alle Ortschaften und die Kommunalaufsicht des Landkreises haben dem Papier zugestimmt.

Mit den Umrüstungsarbeiten wollen die Stadtwerke auch einen erheblichen Beitrag für den Klimaschutz leisten, so Feldberg.