Burg l Die Volksstimme will sich in den nächsten Wochen im Rahmen einer Serie umfassend einem der wichtigsten Worte des vergangenen Jahres widmen: der Nachhaltigkeit. Dabei wird es nicht nur darum gehen, was Nachhaltigkeit theoretisch bedeutet, sondern auch, was Menschen aus dem Jerichower Land bereits tun, um mehr Nachhaltigkeit auszuleben.

Dabei wurden Menschen befragt, die beispielsweise regionale Waren produzieren, Tiere abseits der Massenproduktion halten oder sich in Projekten engagieren. Obwohl es noch sehr viele andere Möglichkeiten gibt, werden beispielsweise mobile Hühnerställe vorgestellt, aber auch eine Seifenmanufaktur, eine Brauserei, eine Straußenfarm oder auch eine Gruppe von Schülerinnen, die eine AG zum Thema Nachhaltigkeit gegründet haben.

Alles, was tun hat Folgen

„Der ökologische Aspekt steht stark im Fokus und natürlich gibt es dort viele Baustellen, aber dies allein macht Nachhaltigkeit nicht aus.“ Ihm sei wichtig, dass den Menschen bewusst ist, es wird immer Folgen haben, wenn an Stellschrauben gedreht wird. „Wenn in einem Bereich etwas passiert, passiert auch in anderen etwas.“ Er kennt sich besonders im Bereich der Landwirtschaft aus – die auch im Laufe dieser Reihe genauer beleuchtet wird. In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2019 rund 105.600 Hektar Land ökologisch bewirtschaftet, teilt Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert der Volksstimme mit. „Das entspricht 9,1 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Gegenüber dem Jahr 2016 ist das eine Zunahme der Fläche um gut 70 Prozent.“ Eine rasante Entwicklung im ökologischen Bereich – die jedoch auch Folgen in anderen Bereichen haben wird, wie Deumelandt zu bedenken gibt. Nachhaltigkeit ist ein hoch komplexer Themenbereich.

Nachhaltiges Handeln ist also etwas, von dem jede Person im Landkreis betroffen ist, aber eben dieses Handeln kann auch jeder selbst beeinflussen.

In den kommenden Wochen wird die Volksstimme mehrere Personen, Unternehmer und Produzenten aus dem Jerichower Land vorstellen, die eine Idee umgesetzt haben, um ihren eigenen Mikrokosmos nachhaltiger zu gestalten.